Im Evergreen State Washington – Natur pur

Im Evergreen State Washington

Im Evergreen State Washington

Der „Evergreen State“ schmiegt sich an der Westküste der Vereinigten Staaten an das benachbarte, kanadische British-Columbia. Imposante Berge und Gebirgsketten, weitreichende Nadelwälder, eine artenreiche Küste und das pulsierende Leben in Seattle bieten viel für einen abwechslungsreichen Urlaub.

Wie eine Trennlinie läuft die Kaskadenkette durch Washington. Klima, Natur und sogar der Lebenstil unterscheiden sich an der Ost-und Westseite dieser Kette immer noch aktiver Vulkane. Auch von Seattle aus gut sichtbar ist der markante Mount Rainier. Am bekanntesten dürfte der Mount St. Helens sein, nicht zuletzt wegen seines Ausbruchs im Jahr 1980. Auf einer Wanderung kann man die Zerstörung immer noch sehen, aber auch die Kraft der Natur derartige Katastrophen zu überwinden. Bei all der Gefahr die unter der Erde schlummert ist eine Fahrt über den North Cascade Scenic Highway entlang der schimmernden Seen und vor der Kulisse der schneebedeckten Gipfel eine unvergessliche Erfahrung. Zahlreiche Haltepunkte mit schöner Aussicht bieten die Möglichkeit eine Picknickpause einzulegen.

Eine Bootsfahrt auf dem türkis schimmernden Lake Diablo darf man sich nicht entgehen lassen – wer lieber an Land bleiben möchte kann den Diablo Lake Trail am Nordufer nutzen. Westernfans sollten sich einen kleinen Abstecher in die kleine aber feine Stadt Winthrop gönnen. Alle Häuser im knapp 400 Einwohner zählenden Städtchen sind im Wildwest-Stil gebaut.

Vor Seattle liegt der Olympic National Parc, ein Eldorado für Naturliebhaber. Der Park eignet sich mit mehreren Campingplätzen gut für einen mehrtägigen Aufenthalt – denn nur so lassen sich die drei Abschnitte Küste, Berge und Regenwald in Ruhe erkunden. Jeder Abschnitt verfügt über ein Besucherzentrum, von wo aus Lehrpfade und Wanderwege in die atemberaubende Natur führen.

Wem auch ein wenig weniger Natur reicht, kann auf einer ganztägigen Bootstour von Seattle aus den Artenreichtum rund um San Juan Island bewundern – verschiedenste Reiher, Austernfischer und der majestätische Weißkopfseeadler sind hier zu Hause. Das Highlight der Fahrt sind die Wale, die sich in der Strasse von Juan de Fuca tummeln.
Schließlich sollte auch ein Besuch der charmanten Metropole Seattle auf dem Programm stehen. Ein erster Rundumblick über die vom Puget Sound geprägte Stadt von der Space Needle ist ein Muss. Pike Place Market lädt zum Stöbern ein, das erste Starbucks lockt mit herrlich duftendem Kaffee und in Asia Town muß man einfach die verführerischen Köstlichkeiten probieren. Beim Bummel durch Downtown sollte man auch dem Pioneer Square, der Wiege Seattles, einen Besuch abstatten. Lassen Sie sich durch die „Emerald City“ treiben und entdecken Sie die tausend Gründe, warum Seattle eine der lebenswertesten Städte der USA ist.

Whalewatching – ein Rendevouz mit den Giganten des Meeres

Whalewatching

Whalewatching

Wenn man durch die USA reist, steht sicher auch ein Ziel an einer der Küsten auf dem Programm. Nutzen Sie die Gelegenheit sich einer Whalewatching-Tour anzuschließen – ein atemberaubendes Erlebnis.

Nach New York zieht es nicht nur tausende von Touristen sondern auch verschiedenste Walarten. Von April bis Ende Oktober begeistern im Norden der Ostküste Buckelwale, Zwergwale, Finnwale und gelegentlich die riesigen Blau- und Pottwale die Besucher. Aber auch Delphine, Robben, Seelöwen und die eine oder andere Schildkröte lassen sich für ein Erinnerungsfoto der besonderen Art blicken. Man sollte einen halben Tag für die Tour einplanen. Los geht es in New York und New Jersey. Ein Bonus auf der Fahrt in die offenen Gewässer sind die wunderbaren Ausblicke auf die Skyline, Coney Island u.s.w.

Im Sommer ist der Südosten Alaskas die richtige Anlaufstelle für Naturliebhaber. Im Golf von Alaska tummeln sich Buckelwale (mit Glück kann man beobachten wie sie in einem Blasennetz einen Fischschwarm „fangen“), die hier beheimateten Zwergwale und durchziehende Grauwale. Zu den Dauerbewohnern des Golfs gehören Killerwale ebenso wie Delphine, Schweinswale, Seehunde und die verspielten Seeotter. Auch die Vogelwelt ist hier eindrucksvoll vertreten, so mit der größten Population an Weißkopfseeadlern, dem Wappenvogel der USA.

Im Bundesstaat Washington ist die Region vor Seattle, rund um die San Juan Island, das Anlaufziel der Walbeobachter. Auf der ganztägigen Fahrt von Seattle aus gibt es auf dem weg allerhand zu sehen: Fisch- und Weißkopfseeadler gehen vor Ihren Augen auf Beutefang, Blaureiher, Austernfischer sowie die allgegenwärtigen Möwen lassen sich im vorbeigleiten beobachten. Das i-Tüpfelchen in diesem faszinierenden Ökosystem sind die Wale, die sich in der Strasse von Juan de Fuca tummeln.
Vor der Küste Kaliforniens kann man im März und April Blau- , Grau- und Buckelwale auf ihrer Reise sehen. Ganzjährig fühlen sich Finn- und Zwergwale in den Gewässern der südlichen Westküste wohl. Pelikane und Kormorane lassen sich schön an ruhigen Küstenabschnitten beobachten.

Von November bis April ist Hawaii das Traumziel aller Walfreunde – hier legen die Buckelwale eine Pause auf ihrer Reise ein um sich dem Nachwuchs zu widmen. Lauschen Sie den unergründlichen Walgesängen und halten Sie die Kamera bereit wenn die Schwanzflosse sich aus dem Wasser hebt. Spektakulär sind auch die vorbeigleitenden Mantas und Adlerrochen.

 

Die schönsten Freizeitparks der USA

Santa Monica Pier

Santa Monica Pier

Ein Tag Spaß für die ganze Familie – die schönsten Freizeitparks der USA

Walt Disney World´s Magic Kingdom ist für viele Reisende DER Freizeitpark schlechthin, bietet er doch Unterhaltung für die ganze Familie. Unter der warmen Sonne Orlandos kann man hier rund um das Cinderella Castle die vielen Attraktionen genießen. Ein Riesenspaß – aber auch ein teures Vergnügen, denn mit knapp $100 pro Person wird man am Ticketschalter zur Kasse gebeten.

Ähnliche Ticketpreise gelten auch in Universal´s Island of Adventures, ebenfalls Orlando, Florida. Die mit der Welt des Kinos in Verbindung stehenden Fahrgeschäfte bieten für alle Altersklassen viel Vergnügen – die „Cat in the Hat“ unterhält die Kleinen kindgerecht, Teenager werden sich in der Wizarding World of Harry Potter wohlfühlen und wagemutige Erwachsene finden Nervenkitzel im Doctor Doom´s Fearfall oder dem Incredible Hulk Coaster.

Berühmt für ihre Rollercoaster sind die Six Flags – Freizeitparks. Auch hier ist das Spektrum der Attraktionen weit gestreut und bestens für Familien geeignet. Im Six Flags Great America, bei Chicago Illinois, steht die schnellste und höchste Holzachterbahn der Welt. Rollercoaster-Fans sollten den Great Adventure Park in Jackson, New Jersey in ihre Reiseroute aufnehmen. Eine Fahrt im Kingda Ka ist spektakulär und einzigartig. Fast 20 Parks betreibt die Six Flags – Gruppe – sicher auch einen in der Nähe Ihres Urlaubsortes.

In Ohio liegt der Freizeitpark mit der wohl längsten Historie – Cedar Point. 1870 als Badestrand am Eriesee gegründet, entstand hier bereits 1892 die erste Holzachterbahn. Heute stehen dem Besucher 16 Achterbahnen zur Verfügung – stolz bezeichnet sich der Park als „Rollercoaster Capital of the World“. Spaß bieten aber auch der nahegelegne Wasserpark Soak City und (mit dem Eiffelturm als Wahrzeichen) Kings Island. Auch hier dominieren die Achterbahnen, zudem wurde der Park mehrmals in Folge für seinen Kinderbereich ausgezeichnet. Es besteht die Möglichkeit Combitickets zu erwerben.

Wasserratten werden in Texas und Kansas auf ihre Kosten kommen. Im Lone Star State Texas bieten drei Schlitterbahn Waterparks Unterhaltung vom Feinsten. Großzügige, kindgerechte Bereiche, Wasserrutschen, aber auch Sonnenplätze und Poolbars lassen die Zeit im Nu verstreichen. Im Schlitterbahn Kansas City Waterpark wartet die längste und schnellste Wasserrutsche der Welt – nomen est omen: Verrückt! In einem Drei-Mann-Schlaucboot startet man aus über 50 m Höhe – und erreicht auf dem Weg nach unter fast 100 km/h. Wer nicht ganz so viel Action braucht kann sich auf der Boogie Bahn beim Surfen probieren oder einer der anderen Wasserrutschen antesten.

 

Charleston – South Carolina USA

Charleston -  South Carolina

Charleston – South Carolina

Bereits 1670 gründeten die Briten die nach ihrem König Charles II. benannte Stadt im Süden South Carolinas. Zu Beginn war die Stadt dank ihrem Hafen eine wichtiger Knotenpunkt für den Skalvenhandel. Drayton Hall ist ein Zeugnis dieser Zeit. Das Anwesen stammt aus dem Jahr 1738 und ist somit eine der ältesten Plantagen im Süden. Ein Besuch des aus roten Ziegeln gebauten Herrenhauses ist ein Schritt zurück in die Zeit, denn es gibt keinen Strom. Auf dem Grundstück kann man schön spazierengehen und den African-American Cemetery besuchen.

Das Aiken-Rhett House ist ein hervorragendes Beispiel eines Antebellum -Hauses. Das Interieur ist noch so wie es Gov. William Aiken in den 1850er Jahren eingerichtet hatte – von den Tapeten über die Möbel bis zu den Lampen. Zu dem Anwesen gehören auch die ehemaligen Sklavenunterkünfte, Ställe und die Küche – so gewinnt man einen allumfassenden Eindruck eines Südstaatenhauses.

Beeindruckendes Interieur in Form einer hölzernen Wendeltreppe findet man im liebevoll renovierten Nathaniel Russell House. Auch der Garten ist einen Abstecher wert.
Auf dem nicht weit entfernten Old City Market kauften einst die Sklaven die Lebensmittel für die Plantagen ein. Heute ist der Markt ein Touristenhotspot, aber einen Bummel ist er allemal wert. Statten Sie den Basket Ladies und ihren wunderbaren Produkten einen Besuch ab.
In der pittoresken Rainbow Row war einst der Handel zu Hause. In den kleinen Reihenhäusern waren im Erdgeschoß die Läden untergebracht und im Obergeschoß wohnte der Betreiber.
Auf der Landspitze am Zusammenfluß von Cooper River und Ashley River liegt Battery Park. Eine ansehnliche Anzahl an wunderschönen Antebellum-Südstaatenhäusern hat sich hier – mit Blick über den Charleston Harbor – erhalten. Bei einem Spaziergang vom Waterfront Park mit seinem als Fotomotiv beliebten und bekannten Ananas-Brunnen nach White Point Gardens kann man nicht nur die Schönheit der üppigen Pflanzenwelt genießen, im White Point Gardens befinden sich auch allerhand Relikte aus der Zeit des Bürgerkrieges.

Charleston spielte auch in Kriegszeiten eine wichtige Rolle. Wie ein Schutzschild liegt Sullivan´s Island vor dem Hafen von Charleston und kann auf eine lange militärische Geschichte zurückblicken – Fort Moultrie ist die steinerne Hinterlassenschaft aus den Zeiten des Unabhängigkeitskrieges. Hier war übrigens Edgar Allan Poe stationiert und fand die Inspiration zu seiner Erzählung „Der Goldkäfer“. Sullivan´s Island eignet sich auch für entspannte Stunden am Strand oder einen gemütlichen Bummel durch die netten kleinen Geschäfte.

Mir der Fähre erreichbar ist Fort Sumter, durch dessen Beschuß im Jahr 1861 die Kampfhandlungen des Amerikanischen Bürgerkriegs begannen. Das kleine, aber informative Museum rollt die Ereignisse nochmals auf. Die Kanonen und Befestigungsmauern sowie die Erklärungen der Ranger machen aus einem Besuch ein anschuliches Stück amerikanischer Geschichte.

Die schönsten „Boardwalks“ – Strandpromenaden an der Ostküste

ocean grove pier

ocean grove pier

Wo lässt sich im Sommer das Leben am schönsten genießen Natürlich am Meer. Amerikas Küsten bieten traumhafte Strände für Sonnenanbeter und Wasserratten – und unterhaltsame „Boardwalks“, die Unterhaltung für die ganze Familie bieten. Straßenkünstler, Imbissbuden und Freizeitparks mit Fahrgeschäften für jeden Geschmack säumen die Strandpromenaden.

Sicherlich zu den weltweit bekanntesten Strandpromenaden gehört Coney Island in Brooklyn, New York. Im Sommer bevölkern nicht nur Touristen, sondern auch die New Yorker selbst gerne den Strand. Bei einer Fahrt mit dem Riesenrad hat man einen wunderschönen Ausblick, wer mehr Nervenkitzel braucht sollte einen der Rollercoaster ausprobieren. Und zur Stärkung gibt es einen Hot Dog bei Nathan`s Famous.

Im benachbarten New Jersey liegt der beliebteste „Boardwalk“ Amerikas. Atlantic City ist stolz auf seinen Strandpromenade, die seit 1870 gehegt und gepflegt und beständig verbessert wird. Während man auf der einen Seite den wunderbaren Blick aufs Meer genießen kann, locken auf der anderen Seite die Casinos und Restaurants. Am Strand finden zahlreiche Events statt, man kann sich aber auch am frühen Morgen einfach einem Yogakurs in der frischen Seebrise anschließen. Eine Spezialität sind die Salt Water Taffy der James Candy Company.

Von Atlantic City geht es weiter nach Ocean City in den US-Bundesstaat Maryland. Auch hier locken zahlreiche Attraktionen auf dem Rummelplatz, ein Ripley´s Believe-It-or-Not, Restaurants, nette kleinen Läden und die zahlreichen Imbissbuden. Kein Besuch ist perfekt ohne nicht mindestens ein Krabbentörtchen oder die in Essig getunkten Pommes bei Trasher´s probiert zu haben.

Im Sommer ist Rehoboth Beach in Delaware ein beliebtes Wochenendausflugsziel für die Einwohner von Washington D.C. Die Promenade platzt dann fast aus allen Nähten, aber ihrem angenehmen Charme kann man sich nur schwer entziehen. Das I-Tüpfelchen auf einem perfekten Strandtag ist ein leckeres Eis von Kohr Bros – oder bei einem der Konzerte in den Sonnenuntergang zu träumen.

Im Sommer sind die Strände natürlich besonders verlockend und alle umliegenden Betriebe sind für die Besucherströme geöffnet. Doch auch zu den ruhigen Jahreszeiten und sogar im Winter ist ein Bummel über die Strandpromenaden eine wunderbare Abwechslung zur städtischen Hektik – und man muß den „Boardwalk“ nur mit einigen wenigen Gleichgesinnten teilen.

Montana

MT-Glacier National Park

MT-Glacier National Park

Der viertgrößte Bundesstaat der USA gehört zu den Mountain States, die von den Rocky Mountains durchzogen werden. Der Staat ist reich an Naturschönheiten und Bodenschätzen, zählt aber nur eine knappe Million Einwohner.

Im Norden Montanas befindet sich der Glacier National Park und seine überbordende Natur. Glasklare Seen und duftende Blumenwiesen liegen zu Füßen der gezackten Bergkämme der nördlichen Rocky Mountains. Man kann den Park zu Fuß, zu Pferd oder mit dem Fahrrad erkunden – was man sich nicht entgehen lassen sollte ist eine Fahrt auf der „Going-to-the-Sun-Road“.

Ein kleiner Teil des Yellowstone National Park, den sich Montana mit den Staaten Wyoming und Idaho teilt, liegt ganz im Süden. Weltberühmt sind seine Geysire und die beachtliche Population an Wildtieren wie Bison, Grizzly und Wolf.

Die Hauptstadt Helena bietet neben historischen Gebäuden wie dem Original Governor´s Mansion und dem Montana State Capitol auch das äußerst informative Montana´s Museum. Ein unvergessliches Erlebnis ist sicher eine Bootstour zu den „Gates of the Mountains“ – sehen Sie was die Entdecker Lewis und Clark 1805 beeindruckte. Am Fuß der Rocky Mountains, in Deer Lodge, steht die Grant-Kohrs Ranch. Seit mehr als 150 Jahren wird hier „open range“ Rinderzucht betrieben. Ein Besuch bietet einen interessanten Einblick in das tägliche Geschäft einer Rinderfarm – die Geburt kleiner Kälbchen, das Einfangen der Tiere zum Weiterztansport oder das Branding der Jungtiere. Echte Cowboys erzählen von ihrer Arbeit aber auch vom Leben vergangener Tage.

In Great Falls informiert das Lewis & Clark Historic Trail Interpretive Center über diese beiden wagemutigen Entdecker. Vielleicht hat man nach dem Besuch des Museums ja Lust auf ihren Spuren zu wandeln. Nördlich der Stadt liegt das Upper Missouri River Breaks National Monument, ein Naturschutzgebiet mit einer ruhigen aber beeindruckenden Landschaft. Eine Kanuwanderung führt an der Landmarke Citadel Rock vorbei und ist eine angenehme Art das Gebiet zu erkunden.

Man darf Montana nicht verlassen ohne das Little Bighorn Battlefield besichtigt zu haben. Eine beeindruckende Gedenkstätte mit einer ehrlichen Aufarbeitung der Ereignisse – nicht zuletzt da die Parkranger meist indianische Wurzeln haben. Ein Abstecher lohnt in diesem Zusammenhang auch das Big Horn County Historical Museum in Hardin.

Savannah – eine echte „Southern Beauty“

Oak Trees in Savannah

Oak Trees in Savannah

Am nordöstlichen Eckchen von Georgia (USA) liegt Savannah – mit der (wahrscheinlich) schönsten Altstadt aller amerikanischen Städte. Dem britischen General James Oglethorpe haben wir dieses einzigartige Stadtbild mit 22 bezaubernden Squares zu verdanken.
Eine angenehme Art den Besichtigungstag zu beginnen ist ein Spaziergang durch den Forsyth Park, dessen Zentrum ein imposanter Springbrunnen bildet. Im Frühjahr, zur Azaleenblüte, ist der Park ein besonderer Genuß.

Über die Bull Street und vorbei an fünf schönen Squares geht es weiter zum Savannah River. Der Name Square ist ein wenig irreführend, denn die meisten Squares sind eher kleine Parks. Sehr schön ist der Monterey Square mit dem Monument für Baron Pulaski und dem benachbarten Mercer Williams House oder der Chippewa Square, weltberühmt durch den Film „Forrest Gump“ (die Bank auf der Forrest auf seinem Leben erzählt steht heute im Savannah History Museum).

Am Fluss selbst bietet sich ein Bummel durch Factors Row an. Wo einst die Kontore der Baumwollfabrikanten und die Baumwollbörse ihren Platz hatten, befinden sich heute nette Geschäfte, Bars und Restaurants. Riverfront erreicht man über eine eiserne Stiege – und schon ist man in einer der am meist besuchtesten Gegenden Savannahs. Auch wenn alles auf die Touristenströme abgestellt ist, die Häuser und das Ambiente lohnen einen Besuch. Vergessen Sie nicht einen Fotostop am Waving Girl einzulegen. Wer sich gerne trieben lässt und bei einem Kaffee den Passanten zusehen möchte bevor es zum Souvenirkauf geht, der sollte einen Abstecher zum City Market einplanen.

Wildromantisch, aber auch wenig spooky präsentiert sich der Bonaventure Cemetery. Das üppige Grün der mit „Spanish Moss“ bewachsenen Bäume und die berührenden Grabmonumente geben diesem Friedhof eine ganz außergewöhnliche, verzauberte Atmosphäre.

Ebenso pittoresk präsentiert sich die Wormsloe Plantation auf der Isle of Hope. Allein schon die imposante Zufahrt durch die Eichenallee lohnt die Fahrt hierher. Das kleine Museum und ein Spaziergang entlang der Ruinen bis zu den Sumpfgebieten machen den Besuch perfekt. Nur ein Stückchen weiter kann man eine der malerischsten Strassen entlangfahren, dem Bluff Drive. Auf der einen Seite stehen hinter niedrigen weißen Zäunchen wunderschöne Antebellum-Häuser, auf der anderen Seite öffnet sich der Blick auf den Skidaway River.

Nach den vielen Besichtigungen darf man sich in Tybee einen entspannten Tag am Meer gönnen. Sonnenanbeter und Surfer lassen es sich gut gehen – und kleine Burgenbauer finden hier den allerbesten Sand! Wem der Sinn nicht nach Nichtstun am Strand steht, der kann das Pier und den Tybee Leuchtturm erkunden. Und wer noch nicht genug vom Sightseeing hat kann auf Cockspur Island das historische Fort Pulaski besuchen, das in den Sezessionskriegen der Küstenverteidigung Savannahs diente. Und am Ende des Tages genießt man den Sonnenuntergang bei einem leckeren Mint Julep – und will nie wieder weg aus diesem paradiesischen Fleckchen im Süden.

Tulsa – die „alte Stadt“ am Arkansas River

Keeper Of The Plains Statue and Bridge In Wichita KansasDie zweitgrößte Stadt in Oklahoma hat ihren Namen aus der Sprache der Muskogee-Indianer /Tulsy bedeutet „alte Stadt“), doch so alt ist Tulsa eigentlich nicht. In den 1890er Jahren kam der erste Aufschwung mit dem Viehhandel, der große Boom kam aber mit der Entdeckung von Ölvorkommen im Jahr 1901. In den 20er Jahren war aus Tulsey Town die Ölhauptstadt der Welt geworden – eine nicht unerhebliche Anzahl beeindruckender Bauwerke im Art Deco-Stil legen noch heute davon Zeugnis ab. Zu den Highlights gehören sicher die Eingangshalle des Philcade Building und die Fassade des heute als Theater genutzten Riverside Studio, aber auch die Eleventh Street Arkansas River Bridge.

Die Oral Roberts University lohnt einen Besuch. Der Campus ist interessant dank der futuristischen Architektur der einzelnen Gebäude – ganz abgesehen von der riesigen Bronzeskulptur der betenden Hände am Eingang.

Tulsa hat auch einige der besten Museen der Vereinigten Staaten zu bieten. Das Philbrook Museum beherbergt nicht nur eine äußerst faszinierende Kunstsammlung, auch der wildromantisch angelegte Park ist einen Besuch wert.

Einem der größten Singer/Songwriter hat man hier ein ganzes Museum gewidmet: Woody Guthrie. Sein stark politisch geprägter Einfluß auf die Entwicklung der Folkmusik und damit auch auf bei uns weitaus bekanntere Künstler wie Bob Dylan wird anhand hunderter Briefe, Noten, Fotografien etc. dokumentiert.

Tulsa bietet einige wunderschöne grüne Oasen, so den Woodward Park. Hier ist das Tulsa Garden Center angegliedert, ein wahres Paradies für Gartenfreunde. Eine ganz tolle Einrichtung ist der Linnaeus Teaching Garden, in dem nicht nur Kinder und Jugendliche viel über die Natur erfahren – die essbaren Landschaften und der duftende Kräutergarten sind einfach etwas besonderes!
Natur und Architektur verbinden sich im Historic District Swan Lake. Die rührige Bevölkerung startet immer wieder Events, so z. B. an Halloween oder im November „Lights on Swan Lake“. Apropos Feste – die Festivals der verschiedenen ethnischen Gruppen im Spätsommer / Herbst sind einen Abstecher wert. Sei des das drittgrößte Oktoberfest der USA , das Intertribal Indian Club PowWow oder das Festival Viva Mexico.

Nur sieben Meilen von Downtown entfernt liegt ein Fleckchen Natur, das einem das Gefühl gibt weit weg von jeder Zivilisation zu sein: die Turkey Mountain Urban Wilderness, bestens geeignet zum Biken, Reiten oder einfach nur zum Spazierengehen. Zum Fahrradfahren oder Joggen laden auch die River Banks entlang dem
Arkansas River ein. Die Stadt hat sich für den Ausbau der kilometerlangen Wege mächtig ins Zeug gelegt – mit Erfolg.

Route 66 – unterwegs auf der Mutter aller Strassen von Illinois nach Kansas

Route 66 – unterwegs auf der Mutter aller Strassen

Route 66 – unterwegs auf der Mutter aller Strassen

Route 66, das ist ein Synonym für Freiheit – und ein Traumziel vieler Amerika-Touristen. Beginnend in Chicago, Illinois schlängelt sie sich durch sieben US-Bundesstaaten bis nach Kalifornien. Entlang der Route findet man immer wieder Relikte aus der Blütezeit dieser Strasse – allesamt sind sie einen Fotostopp und teilweise auch einen kleinen Umweg wert, denn den ursprünglichen Verlauf kann man nicht mehr ohne Unterbrechungen abfahren.

In Illinois gibt es zahlreiche liebevoll restaurierte Tankstellen zu sehen, so in Dwight, Odell, aber auch in Williamsville und Mt. Olive. Von der Vic Suhling´s Gas for Less ist leider nur das Schild an der Strasse übrig. Zahlreiche kleinere und größere Museen und Austellungen finden sich vielen Orten. So das Route 66 Hall of Fame Museum in Pontiac oder Henry´s Rabbit Ranch, eine Institution in Staunton. Kinder sind immer wieder von den riesigen Werbefiguren begeistert, den sogenannten Muffler Men. In Willmington warb der Gemini Giant für Drive-In Restaurant, am Ortseingang von Atlanta grüßt ein fast 6 m hoher Bunyon Man mit Hotdog in der Hand. Die dritte Figur steht in der Hauptstadt Springfield, der Lauterbach Tire Man. Übrigens lohnt es sich auf der Fahrt in Funks Grove nahe Bloomington einen Stopp für den weltbesten Ahornsirup einzulegen.

Über die Chain of Rocks Bridge und den Mississippi geht es weiter nach Missouri. In nahezu jedem Ort findet man (verlassene) Motels und Restaurants, die einst die Reisenden beherbergten. Ein interessantes Stück der Route 66 befindet sich bei dem Ort Hooker. Hier am Devils Elbow wurde die Strasse durch den Fels gesprengt – ein prima Fotomotiv. Für eine Stärkung sollte man im Elbow Inn Bar and BBQ Pit einkehren. In Lebanon verkauft eine Sodafabrik Route 66 Soda und Bier – einen nette Idee für ein Souvenir. Im Örtchen Paris Springs befindet sich eine Institution, die Gay Parita Sinclair Station. Keiner weiss soviel über die Route 66 wie Betreiber Gary Turner. Sicher kann er auch etwas über die älteste, bereits 1915 eingerichtet Tankstelle in Carthage erzählen.<pY
Kansas wird von der Route 66 nur auf einem kurzen Stück beehrt, doch es gibt Einiges zu sehen. In Galena müssen alle Fans des Animationsfilms Cars einen Stop einlegen. Vor der restaurierten Tankstelle Four Women on the Route steht ein schon in die Jahre gekommener Harvester L-170 Truck – das Vorbild für den knuffigen Abschleppwagen Hook! In Riverton kann man sich mit Souvenirs im kleinen aber feinen Eisler Brothers Old Riverton Store eindecken – und mit Reiseproviant. Hier soll es prima Sandwiches geben. Über die unscheinbare, aber wichtige Rainbow Curve Bridge geht es weiter nach Baxter Springs, wo sich eine verlassene DX Tankstelle sowie eine heute als Tourist Center fungierende Philipps 66 Tankstelle befinden. Noch einen Pause im Cafe on the Route und weiter geht es nach Oklahoma.

Milwaukee – mehr als Bier und Baseball

Milwaukee skyline, Wisconsin, USA

Milwaukee skyline, Wisconsin, USA

Am Ufer des Lake Michigan liegt Milwaukee, die größte Stadt im Badger-State Wisconsin. Die amerikanische Stadt ist weltberühmt für Baseball und Bier. Europäer können dem amerikanischen Nationalsport vermutlich weniger abgewinnen als einem leckeren Bierchen – eine Brauereibesichtigung ist fast ein Muss. Die weltbekannte Miller Brewing Company steht für ca. einstündige Touren offen und ist äußerst interessant. Aber auch die kleineren Brauereien, so z. B. die Lakefront Brewery, sind einen Besuch wert schon allein wegen der herzlichen Art des Personals. Ein schönes trinkbares Souvenir kann man nach reichlich Verkostung in der Great Lakes Distillery erwerben. Hier werden kleine, feine Brände nach europäischer Tradition hergestellt – haben Sie schon mal Grappa aus Wisconsin probiert? Zu welchem Wohlstand man es als Brauereibesitzer bringen kann wird einem im Papst Mansion vor Augen geführt. Das imposante Haus der Bierbarons Frederick Papst ist im zeitgenössischen Stil möbliert und eingerichtet.

Einen liebevoll arrangierten Blick in die Vergangenheit bietet das Chudnow Museum of Yesteryear, eine feine Privatsammlung von Americana aus den 1920er Jahren.

Dem amerikanischsten aller Motorräder huldigt das Harley Davidson Museum. Hunderte Bikes, darunter auch das allererste Modell und zahlreiche Sondermodelle, sowie ein Einblick in die Geschichte und das Firmenarchiv lassen wohl so manches Fanherz höher schlagen – der angegliederte Shop hält sicher so manches Souvenir bereit.

Zum Luftholen und für eine stärkende Pause geht es nach Historic Third Ward, einem lebendigen Viertel mit zahlreichen Geschäften, Cafes und Restaurants. Als Abstecher der USA Reise lohnt der Milwaukee Public Market, in dem lokale Produkte vertrieben werden. Bei schönem Wetter macht ein Bummel auf dem Riverwalk besonders viel Spaß. Zahlreiche Cafes mit Außenbestuhlung laden zum Verweilen ein, während man dem Verkehr auf dem Milwaukee River zusieht.

Ein schöner Ausflug am Wasser, am Besten mit dem Fahrrad, führt vom Lakefront Trail bis zum North Point Lighthouse. Einen Abstecher lohnt die schöne Villa Terrace mit ihrem wunderbaren Garten. Man kann den Ausflug schon am Bradford Beach enden lassen, einem am Rand der Innenstadt gelegenen, gepflegten Strand – man kann aber auch weiter bis zum North Point Lighthouse, der idyllisch in einem Park am Lake Michigan liegt. Bei einem Spaziergang entlang der alten Häuser hat man über die grünen Baumwipfel einen schönen Ausblick auf die Skyline von Milwaukee.