USA bereisen durch Alaska

Alaska Berge and Buchten, Homer Spit, Kenai Halbinsel

Alaska Berge and Buchten, Homer Spit, Kenai Halbinsel

Hoch im Norden überhalb der USA liegt der Alaska – ein Paradies für Naturliebhaber. Im größten Bundesstaat der Vereinigten Staaten gibt es wenig Menschen, aber umso mehr wilde, unberührte Natur und eine faszinierende Fülle an Flora und Fauna.

Eine angenehme Art Alaska zu entdecken bieten die Fahrten mit der Panorama Bahn – große Fensterflächen bieten einen nahezu ungestörten Blick auf die langsam vorbeigleitende Landschaft.

Ein guter Ausgangspunkt ist Anchorage. Von dort starten Züge z.B. zum Denali National Park im Landesinneren. Der Park ist ideal für Tierbeobachtungen, u.a. sind hier Grizzlies, Elche und Wölfe zu Hause. Ein weiteres lohnendes Ziel ist der Kenai Fjords National Park mit seinem berühmten Exit-Gletscher. Hier kann man mit etwas Glück auch den Weisskopfseeadler, das Wappentier der USA sichten. Die schönste Jahreszeit für eine Fahrt mit dem Panoramazug ist sicher im Herbst, wenn sich die Bäume zu kräftigem Rot und sattem Gelb verfärben, die Berggipfel bereits schneebedeckt sind und sich in der Gegend um das Chena Hot Springs Resort die faszinierenden Nordlicher beobachten lassen. Fahrten werden von Mitte Mai bis Mitte September angeboten.

Im gleichen Zeitraum kann man sich auch mit einem Luxus-Autobus auf Entdeckungstour gehen. Natürlich zählen auch hier die Naturparks Denali und Kenai Fjords zu den Highlights. Daneben gibt es einen Abstecher in das Yukongebiet im benachbarten Kanada. Die Goldgräberstädte Dawson City und Whitehorse entführen in die aufregende, aber auch entbehrungsreiche Zeit des Klondike-Goldrausches.

Wem es nichts ausmacht Stunden hinter dem Steuer zu sitzen, der sollte sich seine Route durch die wechselvolle Landschaft selbst zusammenstellen. Aber Vorsicht! Was auf der Karte wie ein kleines Stück aussieht, entpuppt sich bei der Größe Alaskas schnell als riesige Etappe. Für eine Rundfahrt durch die Kenai Halbinsel (ausgehend von Anchorage) über Seward und Homer sollte man eine gute Woche einplanen. Wer mehr Zeit investieren möchte sollte seine Rundreise um den Katmai National Park (Braunbären und Lachse!) und den Prinz-William-Sund (Robben, Wale etc.) erweitern. Wer auf historischen Wegen wandeln will, der sollte seine Reise eher in den Osten, in das Grenzgebiet zu Kanada verlagern. Ehemalige Goldgräberstädte wie Skaway, die verlassene Siedlung Kennicott oder das idyllisch gelegene Valdez sind sehenswerte Destinationen.

 

Sonoma County

Napa Valley California

Napa Valley California

Verlässt man San Francisco über die Golden-Gate-Bridge Richtung Norden, gelangt man rasch in das Sonoma County. Im Landesinneren ist Sonoma seit jeher stark landwirtschaftlich geprägt. Obwohl es (zu Unrecht) immer ein wenig im Schatten des Nachbar-Counties Napa steht, ist es mit gut 200 Weingütern ein namenhafter Produzent hervorragender Weine. Die sanften Hügel erinnern ein wenig an Italien – ebenso wie die Bauweise der Weingüter und einige ihrer Namen. So liegt z.B. südlich von Cloverdale das Weingut Asti, das nach der Stadt in Norditalien benannt wurde. Und wo guter Wein zu Hause ist, da dürfen auch exquisite Restaurants nicht fehlen. In den letzten Jahren haben etliche Restaurants im Sonoma County Auszeichnungen erhalten – eine der Spitzenlocations ist das Madrona Manor in der Kleinstadt Healdsburg.

Im östlich von Santa Rosa gelegenen Glen Ellen sind 7 Spitzenrestaurants gelistet – bei nicht einmal 1000 Einwohnern! Sollten Sie eine Fahrt durch die Weingegend planen, holen Sie sich auf jeden Fall Tips zu den besten Küchen ein – eine der zahlreichen Genuß-Oasen lässt sich sicher in Ihre Route integrieren.

Das Sonoma County hält aber noch eine weitere Besonderheit für Ihr Wohlbefinden bereit: Hot Springs. Einen Badetag de Luxe kann man im Fairmont Sonoma Mission Inn & Spa in Boyes Hot Springs verbringen. Die Anlage ist im Stil der Missionen angelegt, mit einem traumhaften Garten und Pools bzw. Yacuzzis in verschiedenen Temperaturstufen. Für Familien empfiehlt sich Morton´s Warm Springs nahe Glen Ellen, das mit zwei von warmen Quellen gespeisten Pools, einer großen Grünfläche und mehreren BBQ-Grills ausgestattet ist. Ein weiteres Highlight für Kids ist Train Town im nahegelegenen Sonoma. Die Fahrt mit den kleinen Damfloks führt durch Tunnels, über Brücken und durch einen schön angelegten Park – Streichelzoo inklusive!

Die Küste des Sonoma County steht im Gegensatz zu seinen lieblichen Weinanbaugebieten im Landesinneren – wild und zerklüftet präsentiert sich der Westen des Counties auf einer Fahrt über den Highway No.1. Die schönste Art die Küste zu erleben, ist sich einfach treiben zu lassen und an schönen Stellen mit weiten Ausblicken einen Stopp einzulegen. Immer wieder kommt man an geschützten, aber der Öffentlichkeit zugänglichen Stränden vorbei – außerhalb der Sommersaison ist man hier mit Möwen, Robben und dem Rauschen des Meeres nahezu allein. Doch auch in einige Orte entlang der Coastal Road lohnt sich ein Halt. So im Fischerdörfchen Bodega Bay. Von der Landzunge Bodega Head hat man einen überwältigenden Blick auf den Pazifik und sieht – mit etwas Glück – den einen oder anderen Wal vorbeiziehen. Im einige Kilometer weiter landeinwärts liegenden Bodega drehte übrigens Alfred Hitchcock seinen weltberühmten Film „Die Vögel“. Goat Rock Beach in Jenner erfreut sich bei einer Vielzahl an Robben großer Beliebtheit und eignet sich besonders gut für Strandspaziergänge. In Fort Ross wird russische Kolonialgeschichte wieder lebendig, im Salt Point State Park haben die Gezeiten kleine wabenförmige Vertiefungen in die weichen Felsen gegraben. Freunde ausgefallener Architektur sollten Sea Ranch einen Besuch abstatten.

San Francisco Bay Area

Famous Lombard Street in San Francisco at sunrise

Famous Lombard Street in San Francisco at sunrise

Rund um die San Francisco Bay wechseln sich pulsierende Metropolen und landschaftlich reizvolle Landschaften ab – hier kann man bei einer Rundtour eine faszinierende Vielfalt entdecken. Die „Hauptattraktion“ San Francisco, the City by the Bay, soll der Start und das Ziel bei einer Fahrt rund um die langgestreckte San Francisco Bay sein.

Der nördliche Teil der Bay Area hat sich erst in den 1930er Jahren gewandelt, als die Golden Gate Bridge für einen bequemen Zugang sorgte. Direkt nach der berühmten Brücke beginnt das Marin County. Es bietet eine Vielzahl an Aktivitäten für Naturliebhaber – z. B. raue Küste an der Point Reyes Halbinsel oder beeindruckende Redwood-Bäume im Muir Woods National Monument. Sonoma Valley und Napa Valley sind die Genuß-Counties – sie sind als Top-Weinanbaugebiete bekannt und haben ihr landwirtschaftlich geprägtes Landschaftsbild bewahrt. Für eine Weinprobe auf einem der traumhaft gelegenen Güter sollte man sich Zeit nehmen.

Der östliche Teil der Bay Area hat seit jeher eine industriell geprägte Vergangenheit und ist recht dicht besiedelt. Oakland, das mit einigen exquisiten Art-Deco-Gebäuden aus seinen Gründungstagen glänzt, ist und war die wichtigte Stadt in diesem Bereich. Das benachbarte Berkeley ist besondern durch seine Universität bekannt – eine Campustour und ein Besuch des zur Hochschule gehörenden Museums lohnen sich. In der nahe gelegenen Kleinstadt Emeryville befinden sich übrigens die Pixar Animation Studios – leider sind sie nicht zu besichtigen. Im „Hinterland“ liegen nette Kleinstädte wie Piedmont oder Moraga. Einen Schritt in die Vergangenheit kann man im Black Diamond Mines Regional Preserve nahe Antioch unternehmen. Unweit von Brentwood bietet das Vasco Caves Regional Preserve mit seinen aberwitzigen Felsformationen zu Füßen des Mt. Diablo eine sicher willkommene Abwechslung zum Asphalt der Strasse.

Der südliche Teil der Bay Area umfasst das Santa Clara Valley – besser bekannt unter dem gerne verwendeten Namen Silicon Valley. Nahezu jeder Ortsname scheint vertraut: Palo Alto mit dem markanten Hoover Tower der Stanford University, Cupertino als Sitz des Computergiganten Apple etc. Doch in einigen Orten existieren Moderne und Vergangenheit einträchtig nebeneinander. So in der Metropole San Jose, der Heimat von Konzernen wie Ebay oder Cisco aber auch des exzentrischen Winchester Mystery House. Oder im beschaulichen Los Gatos , wo sich eine sehenswerte Altstadt im viktorianischen Stil erhalten hat– benachbart zur Zentrale von Netflix. Um die Stadt Gilroy zu finden braucht man keine HighTech, sondern nur seine Nase. Die Stadt ist berühmt als Knoblauchhauptstadt der Welt und feiert dies jedes Jahr im Sommer mit einem großen Festival.

 

Romantische Ziele in den USA

Bali Hai - Kauai / Hawaii

Bali Hai – Kauai / Hawaii

In einem so großen Land wie den USA finden sich romantische Orte zuhauf. Egal ob Schnee oder Sonne, Relaxen oder Nervenkitzel – es gibt für jeden Geschmack den richtigen Ort.

Beginnen wir hoch oben im Gebirge und dem „Winter Wonderland“ der USA, in Aspen, Colorado. Wer sich und seiner/seinem Liebsten ein unvergessliches Skierlebnis spendieren möchte, der ist hier genau richtig. Traumhafte Pisten und luxeriöse Unterkünfte lassen kaum Wünsche offen. Wer das Abenteuer sucht sollte sich eine Schneemobiltour ab der T-Lazy-7 Ranch buchen, die malerisch am Fuß der Maroon Bells liegt.

Für einen ruhigen und entschleunigten Urlaub empfiehlt sich Cape Cod, Massachussets. Wunderschöne Strände laden zu ausgedehnten Spaziergängen ein, bunte Imbissbuden mit leckerem Seafood locken zu der einen oder anderen Pause. In einigen der malerischen Schindelhäuser der kleinen Ortschaften wie Sandwich, Chatham oder Provincetown befinden sich liebevoll betriebene Pensionen.

Wärmere romantische Strände finden sich in Kalifornien und Florida. An der Westküste kann man sich im noblen Santa Barbara in exklusiven Spas rundum verwöhnen lassen. Die Stadt nördlich von Los Angeles liegt nicht nur traumhaft am Meer, sie hat sich bei aller Noblesse ihren charmanten spanischen Stil bewahrt und lädt mit vielen Boutiquen, Geschäften und Restaurants zu ausgedehnten Bummeln ein. Wildromantisch präsentiert sich auch Carmel, eine zauberhafte Kleinstadt südlich von San Francisco. Morgens mit dem Blick auf die dramatische Brandung aufzuwachen, einen entspannten Strandtag genießen und Abends einen Bummel entlang der windgeduckten Häuschen mit einem Dinner zu Zweit beenden – eine perfekter Tag für Verliebte.
Auch die Ostküste lockt mit romantischen und sonnigen Plätzchen. Im Westen Floridas, nahe Fort Myers, liegt z. B. Sanibel Island mit sechs Bilderbuchstränden. Resorts und Pensionen warten auf die sonnenhungrigen Gäste, die auf dieser süßen Insel nicht nur unglaubliche Sonnenuntergänge sondern auch Unmengen an Muscheln vorfinden. Weiter im Süden Floridas locken die Keys. Schon eine Fahrt über die wie Perlen aneinandergereihten Inseln, immer umgeben von dem türkisen Wasser des Golfs von Mexiko, ist ein unvergessliches Erlebnis. Ein Aufenthalt in Key Largo oder in Key West sind sicher das i-Tüpfelchen auf einer Reise durch den Süden Floridas.

Wie sich das noch Toppen lässt? Mit den Stränden des Aloha State! Egal welche Insel man aufsucht – romantisch-paradiesische Strände, einzigartige Unterkünfte in tropischen Anlagen und leckerste Küche machen einen Urlaub zu etwas Besonderem. Jede der Inseln hat ihren eigene Charme. Für Zeit zu Zweit ist vielleicht Kauai die beste Wahl, denn die Insel ist nicht vollständig erschlossen und einige Bereiche sind nur zu Fuß erreichbar. Eine kleinere Pension inmitten farbenfroher Blüten mit Blick aufs Meer – Herz, was willst du mehr!!

 

Comic Con – Comic Land USA

USA - das Land der Comic Con´s

Amerika – das Land der Comic Con´s

Wer kennt sie nicht, die Superhelden aus den diversen Comic-Heftchen. Einst belächelt, ist die Comic-Industrie mittlerweile ein boomender Geschäftszweig mit Filmen, Merchandising, Tauschbörsen und Conventions. Letztere sind zu einer wahren Pilgerstätte geworden und ihrem Bann kann man sich nur schwer entziehen.

Die Convention schlechthin ist die San Diego Comic-Con. Im sonnigen Südkalifornien treffen sich seit 1970 Comic-Enthusiasten. Anfangs zählte man nur um die 300 Besucher, die sich zum Tausch und Austausch trafen. Doch Jahr für Jahr stieg das Interesse und heute tummeln sich über 150.000 Fans im und um das San Diego Convention Center, welches längst zu klein geworden ist. Mehrere Hotels und andere Gebäude in San Diego Downtown sind in die Convention integriert worden. Präsentationen, prominente Gäste aus Film und Fernsehen und natürlich die Fans machen einen Besuch der ComicCon zu einem unglaublichen Erlebnis – falls man sich rechtzeitig um ein Ticket bemüht hat.

Als „kleine Schwester“ der San Diego ComicCon gilt die WonderCon, die in San Francisco gegründet wurde, dann nach Anaheim umzog und ab 2016 in Los Angeles, Kalifornien stattfindet. Anfangs lag der Schwerpunkt auf dem Verkauf von Comics und Actionfiguren. Dann entdeckte die Filmindustrie diese für Werbezwecke einmalige Plattform und so werden die neuesten Trailer comicbasierter Filme hier erstmals der Öffentlichkeit präsentiert. Ein weiteres Highlight ist die Artists Alley, in der die Comic-Book-Zeichner ihre Werke verkaufen und Unterschriften geben oder so manche kleine Skizze anfertigen. Am Ende der Convention steht die sehenswerte „WonderCon-Mascerade“, eine spektakuläre Kostümprämierung.

In Seattle, Washington erfreut sich die Emerald City ComiCon einer jährlich wachsenden Beliebtheit. Neben einer Tauschbörse bietet die auf das Washington State Convention and Trade Center sowie Teile des benachbarten Sheraton Seattle Hotels aufgeteilte Messe diverse Podiumsdiskussionen, Autogrammstunden bekannter Film- und Fernsehstars aus den einschlägigen Filmen und Serien, Kostümwettbewerbe und eine eigene Abteilung mit Spielen.

Wo, wenn nicht im Big Apple, dem Vorbild von Metropolis und Gotham, trifft man sich seit 2006 im Jacob K. Javits Convention Center zur NY Comic Con. Comics, Graphic Novels, Anime, Manga, Videospiele, Filme und Serien erwarten die Fans. Die NYCC ist eine trubelige Veranstaltung für alle – vom Kinderschminken über Kostümwettbewerbe bis zum Zeichenwettbewerb ist alles dabei – abgerundet durch den Auftritt verschiedener Leinwandhelden.

Im Jahr 2016 findet in Las Vegas, Nevada zum 50ten Mal die wohl bekannteste SciFi-Convention der Welt statt: die Official Star Trek Convention. Das Rio Suites Hotel wird für fünf Tage von Mitgliedern der Enterprise, Voyager und Deep Space Nine, Vulkaniern, Klingonen etc übernommen. Die Hauptdarsteller der Serien feiern gerne mit ihren Fans, stellen sich Pressekonferenzen oder geben Autogramme. Sollten Sie im August in der Nähe sein, lassen Sie sich assimilieren – es wird ein galaktischer Spass!

 

San Francisco´s Nachbarn an der Bay

Fishermans Wharf an der San Francisco Bay - Kalifornien

Fishermans Wharf an der San Francisco Bay – Kalifornien

Verlässt man San Francisco Richtung Norden ist bei klarem Wetter ein Fotostop am Vista Point ein absolutes Muss. Von hier hat man einen tollen Blick auf die Skyline und die Gefängnisinsel Alcatraz. Nur ein kurzes Stück weiter liegt das beliebte Städtchen Sausalito, das mehrmals am Tag auch per Fähre vom Ferry Building in San Francisco erreicht werden kann. Ein Bummel über den Boardwalk, ein wenig in den Geschäften stöbern und einen leckeren Seafood-Imbiss zu sich nehmen – ein Ausflug hierher vergeht wie im Flug.

Direkt gegenüber von Sausalito liegt Tiburon, ein kleines schmuckes Küstenstädtchen. Weitaus weniger Touristen kommen auf diese Küstenseite der Richardson Bay. Man kann in Ruhe durch die Strassen mit den vielen pittoresken Häuschen schlendern oder einen ganz entspannten Spaziergang an einem der Parks am Meer unternehmen. Von Tiburon (wie auch von San Francisco) starten Fähren nach Angel Island, einem 300 Hektar großen Naturschutzgebiet, das zum Wandern, Whalewatching und Vögelbeobachten einlädt. Eine Rundfahrt führt zu den historisch wichtigen Punkten wie dem ehemaligen Fort McDowell oder der Einwanderungsstelle, aber auch zu den idyllischen Buchten wie Ayala Cove. Wer die Mühe auf sich nimmt und den Mt. Livermore besteigt, wird mit einer tollen Aussicht belohnt.

In der Universitätsstadt Berkeley lohnt ein Stop für die Besichtigung des Campus. Vom Sather Tower, von den Einheimischen liebevoll Campanile genannt, genießt man einen grandiosen Rundumblick. Gute zwei Stunden dauert ein gemütlicher Campusrundgang, bei dem ein Stop in einem der vielen gut besuchten Studentencafes nicht fehlen darf.

Die Grenzen zwischen Berkeley und dem multikulturellen Oakland sind fließend. Das Oakland Museum of California bietet einen einzigartigen Einblick in die Geschichte und Kunst des Bundesstaates – interaktiv, informativ und unterhaltsam. Nach dem Museum lockt direkt der Lake Merritt – zu einem ausgedehnten Spaziergang im Grünen oder einer Bootstour.

Der Lakeside Park ist eine einzigartige Oase der Ruhe inmitten der Stadt. Zu den schönsten Orten inmitten des Parks gehören der Bonsai- und der Japanische Garten. Kein Besuch in Oakland ist perfekt ohne einen Abstecher nach Old Oakland und (benachbart) die lebendige authentische Chinatown. Den Abend kann man am Jack London Square genießen, benannt nach dem berühmten Sohn der Stadt. Rundherum erwarten unzählige Restaurants auf hungrige Kundschaft. Mit der Schnellfähre kann man vom nahegelegenen Terminal wieder zurück nach San Francisco fahren. Begibt man sich mit dem Auto nach Oakland sollte man die Bay Bridge nutzen, die über Yerba Buena Island hinweg die beiden Städte an der wundervollen Bay verbindet.

Ein Abstecher in die Welt der einstigen Superreichen

National Historic Landmark Vanderbilt Mansion Hyde Park NY

National Historic Landmark Vanderbilt Mansion Hyde Park NY

Wer kennt sie nicht, die Namen der mächtigen Industriebosse Amerikas – Rockefeller, Vanderbilt, Ford oder auch des Kaufhauskönigs Woolworth. Wenn man aber denkt dass sich diese mehr als wohlhabenden Persönlichkeiten allesamt im sonnigen Süden der USA angesiedelt hätten – der hat die Rechnung ohne New York und sein Umland gemacht.

Winfield Woolworth, der Gründer der gleichnamigen Kette, erbaute sich einen prachtvollen Landsitz in Glen Cove, Long Island im Bundesstaat New York. Da es sich in Privatbesitz befindet, ist ein Besuch leider nicht möglich.

Das einstige Wohnhaus des Eisenbahnmagnaten Andrew Carnegie, in dem er Jahrzehnte bis zu seinem Tod lebte, steht jedem offen. Denn das Andrew Carnegie Mansion, direkt am Central Park in Manhattan gelegen, beherbergt heute das National Design Museum, eine Unterabteilung des Smithsonian Institut.

Der Familie Vanderbilt, die ihr Vermögen durch den Aufschwung der Eisenbahn machte, verdanken wir eine Reihe ganz unterschiedlicher Häuser, Landsitze und Residenzen. So das etwas außerhalb des Städtchen Hyde Park, New York gelegene Vanderbilt Mansion am Hudson River. Nicht nur das luxeriöse Interieur sondern auch die (für damalige Zeit – wir sprechen von den 1890er Jahren) technische Ausstattung beeindrucken. Dem Hausherrn standen fließend Warmwasser sowie elektrisches Licht zur Verfügung. In Newport, Rhode Island, errichteten sich mehrere Generationen Vanderbilts eine Bleibe. „The Breakers“, das auf einem Cliff über dem Atlantik thront, ist eine der meistbesuchten Attraktionen in dem kleinen Bundesstaat. Einen Rundgang durch die geschmachvoll eingerichteten Räume sollte man sich nicht entgehen lassen. Ebenso als Museum der Öffentlichkeit zugänglich ist „Marble House“, eine wunderschöne Sommerresidenz im Beaux-Arts-Stil. Das Anwesen „Rough Point“, das erst seit dem Tod seiner Besitzerin vor ca. 20 Jahren kleine Besuchergruppen einlässt, bietet eine charmante Mischung aus musealer Sammlung und gemütlichem Zuhause. Das wohl prachtvollste Gebäude aber ist in Asheville, North Carolina, zu bewundern. „Biltmore“ ist perfekt dem Stil französischer Renaissanceschlösser nachempfunden. Auf dem weitläufigen Areal befindet sich ein kleines Dorf, eine Kirche sowie landwirtschaftliche Einrichtungen.

Henry Ford wählte für seine Familie die Stadt Dearborn in Michigan als Wohnort, seine Heimatstadt und Sitz der Fort Motor Company. Das „Fair Lane“ benannte Anwesen war für Jahrzehnte das Wohnhaus der Fords. Neben dem rustikal-trutzigen Haupthaus finden sich Reitställe, Bootshäuser und ein mit viel Liebe zum Detail angelegter Garten.
Und im Süden? In Florida ließ sich zum Beispiel John D. Rockefeller nieder. In Ormond Beach fand er mit „The Casements“ die ideale Winterresidenz. Seine opulente Weihnachtsfeiern sorgten für einen Zustrom einflußreicher und wichtiger Persönlichkeiten.

Ein etwas größeres Hochzeitsgeschenk steht in Palm Beach, Florida. Der Eisenbahnbetreiber Henry Morrison Flagler schenkte das 55-Zimmer-Haus seiner Braut. Das auch unter dem Namen „Whitehall“ bekannte Gebäude war im Laufe der Zeit auch eine stilvolles Hotel. Heute ist es ein zeitgeschichtliches Museum und präsentiert Stücke aus den Pioniertagen der Eisenbahn.
William Randolph Hearst, Zeitungsverleger und Freund vieler Schauspieler der damaligen Zeit, baute sich sein ganz persönliches „Hearst Castle“ in San Simeon, Kalifornien. Dieses Schloß auf dem „Enchanted Hill“ muss man gesehen haben. 165 Räume bieten genügend Platz für eine umfangreiche Kunstsammlung, die man so eher in einem Museum erwartet hätte. Von der „normalen“ Ausstattung der Räume ganz zu schweigen. Das Anwesen verfügt über einen eigenen Landeplatz für die Privatflugzeuge der betuchten Freunde und Besucher. Mit nachlassender Gesundheit verbrachte Hearst mehr Zeit im Beverly House in Beverly Hills, einer prachtvollen Villa mit lauschigem Innenhof, großem Terrassengarten mit Pool und einer umwerfenden Inneneinrichtung. Um auch in New York den befreundeten Schauspielern und Prominenten eine Bleibe bieten zu können, erbaute Hearst das Warwick Hotel in Manhattan. Die Namen der Signiture Suiten erinnern noch heute an diese Zeiten: sie sind Jane Russell, Marion Davies (seiner langjährigen Geliebten) und den Follies, den Tänzerinnen der Revueshows, gewidmet.

Cajun Country – der französische Süden Louisianas

NEW ORLEANS - USA

NEW ORLEANS – USA

Westlich von New Orleans liegt Acadiana, das Cajun Country, das französische Louisiana. Die hierher aus Kanada geflüchteten französischen Siedler – Acadier – lebten für fast zwei Jahrhunderte abgeschieden in der sumpfigen, von Bayous durchzogenen Küstenlandschaft Süd-Loisianas. So hat sich ihre Kultur, Sprache, Musik und Küche bis heute erhalten.

Ein guter Ausgangspunkt für Touren durch Arcadian ist die Stadt Lafayette, die per Auto, Amtrak oder Interkontinentalflug erreichbar ist. Das reizende Museumsdorf Vermilionville eignet sich bestens für einen ersten Einblick in die Geschichte und Kultur der Cajun. An den Wochenenden stehen oft Musikevents an – teils auch zum Mitjammen. Nicht minder interessant ist auch das idyllische Acadian Village. Ein ganzes Dorf eingebettet in eine traumhafte Anlage wartet darauf erkundet zu werden. Und weil zur Kultur auch das Essen gehört sollte man sich eine Cajun Food Tour gönnen – ein erstes Rendez-Vous mit der berühmten Cajunküche, angereichert mit allerlei Anekdoten.

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In New Iberia lohnt ein Zwischenstopp für die prachtvolle Residenz Shadows-on-the-Teche, das einst dem Zuckerrohr-Baron David Weeks gehörte. Das stilvolle Originalinterieur und der weitläufige Garten zeugen vom einstigen Reichtum des Besitzers. Nahe der Stadt befindet sich Avery Island, eine kleine Salzinsel. Mit Jungle Gardens erwartet den Besucher auf dem kleinen Eiland ein wunderschöner botanischer Garten mit integriertem Vogelschutzgebiet – alles finanziert durch die Herstellung der weltbekannten Tabasco-Sauce. Apropos Tabasco – über das Jahr verteilt finden in New Iberia verschiedene Festivals statt, bei denen das köstliche Essen natürlich eine gewichtige Rolle spielt, so z.B. beim Gumbo Cook-Off oder dem Cajun Hot Sauce Festival.

Reist man von New Iberia ein Stück Richtung Norden kommt man in das reizende Städtchen St. Martinville, auch bekannt als „Petit Paris“, da viele französischstämmige Siedler hier ihr Heil nach erfolgter Flucht suchten. Schmucke historische Häuser haben die Zeit überdauert. St. Martinville war der Schauplatz der traurig-schönen Liebesgeschichte von Evangeline und Gabriel. Das junge Paar wurde getrennt als die Acadier aus Nova Scotia (Kanada) vertrieben wurden. In St. Martinville führte das Schickasl die beiden wieder zusammen – Romantiker besuchen gerne Evangeline Oak aber auch die Statue der jungen Frau.

Und natürlich darf man Cajun Country nicht verlassen ohne eine Swamp Tour mitgemacht zu haben. Durch die verwunschene Landschaft der Bayous, unter moosbehangenen Bäumen und vorbei an lauernden Alligatoren gleitet man sanft dahin und lauscht den Geschichten des Bootsführers. In der Stadt Houma finden sich zahlreiche Anbieter, darunter die legendäre Annie Milles Son´s Swamp Tour. Noch näher an die Natur kommt man im Mandalay Wildlife Refuge. Und wer nach der Aufregung und der vielen Natur hungrig ist, findet sicher in einem der zahlreichen Seafood-Lokale genau das Richtige.

Sweet Home Alabama

Historic Southern house with Greek revival architectureDer liebevoll Sweet Home genannte Bundesstaat Alabama steckt voller Geschichte, Lebenfreude und reizenden Städt(ch)en. Gerade der kleine Küstenabschnitt am Golf von Mexiko hat einiges zu bieten. Die Hafenstadt Mobile am gleichnamigen Bay ist ein lohnenedes Ziel – nicht nur für Architekturfreunde. Viel alte Bausubstanz in einer Fülle von Baustilen ist erhalten geblieben – eine Seltenheit im einstigen Gebiet des Bürgerkriegs. Das vielleicht schönste Haus der Stadt ist Bragg Mitchell Mansion, das würdevoll inmitten eines parkähnlichen Gartens voller knorziger Eichen steht. Eine Unterkunft die auch einer Südstaatenschönheit wie Scarlett O’ Hara gefallen hätte, ist das Kate Shepard House, dessen Zimmer einen altmodischen Charme verbreiten. Auch wenn das schwülwarme Wetter das Leben in Mobile normalerweise verlangsamt – am Mardi Gras ist davon nichts zu spüren! Allen die nicht live dabei sein können empfiehlt sich ein Museum im Mobile Carnival Museum.

Auf der anderen Seite der Mobile Bay liegt das quirlige Fairhope. Das bezaubernde French Quarter, die Point Clear Promenade oder der Gator Alley Boardwalk wollen gemütlich erkundet werden. Genießen Sie einen traumhaften Sonnenuntergang am Pier bevor es in eines der Restaurants geht, die für ihre Meeresfrüchte berühmt sind. Für Badeurlaub mit ganz viel Unterhaltung steht Orange Beach. Schneeweiße Strände, Bootstouren, Vergnügungseinrichtungen jeglicher Art, diverse Konzerte im Amphitheater in einer warmen Südstaatennacht und ausgezeichnetes Essen – hier lässt sich perfekt „chillen“.

Die Hauptstadt Montgomery entführt in ein dunkles Kapitel der neueren amerikanischen Geschichte. Im Jahr 1955 weigerte sich die Afroamerikanerin Rosa Parks ihren Sitzplatz im Büs für einen Weißen zu räumen – der Anfang der Bürgerrechtsbewegung. Bewegende Dokumente im Rosa Parks Museum beleuchten die Verhältnisse der damaligen Zeit. Auch Martin Luther King hat seine Spuren in Montgomery hinterlassen. In der Dexter Avenue King Baptist Church predigte er, bevor er zum charismatischen Führer avancierte. Während des Bürgerkriegs war Montgomery kurzzeitig die Hauptstadt der Konföderierten. Das Alabama State Capitol und Old Alabama Town, ein liebevoll aufgebautes Museumsdorf, erinnern an diese Epoche. Zerstreuung vom Sightseeing findet man in den Bars und Restaurants des Alley Entertainment District.

Im Norden Alabamas liegt Huntsville, the Rocket City. Die beschauliche Stadt mit den wunderschönen Antebellum-Häusern im Twickenham Historic District war der Ort, an dem die Amerikaner ihre Raketenforschung vorantrieben. Im US Space and Rocket Center kann man diverse Raketen, einen Nachbau des Space Shuttle, die Apollo 16 Kapsel, Rover, Raumanzüge uv.m. bestaunen.

North Carolina – Great Smoky Mountains National Park

Great Smoky Mountains National Park

Great Smoky Mountains National Park

Mildes Klima, riesige Wälder und eine wunderschöne Küste – das alles hat der Staat North Carolina zu bieten.

Der Great Smoky Mountains National Park, der teilweise auch auf dem Gebiet des Nachbarstaates Tennessee liegt, ist eines der größten zusammenhängenden Urwaldgebiete. Hier findet man eine unglaubliche Fülle an Pflanzen und Tieren. Zwei große Strassen führen durch den Park – doch wer es wagt von der Hauptroute abzuzweigen wird mit Abgeschiedenheit und beeindruckender Natur belohnt.

In ganz North Carolina findet man immer wieder reizende kleine Städte mit teils beeindruckender Architektur. In Asheville muss man nur dem Asheville Urban Trail folgen, einer Art steinerner Leitfaden zu den schönsten Gebäuden der Stadt wie der Basilica of St. Lawrence oder dem S&W Building. Etwas außerhalb befindet sich Biltmore Estate, der einstige Sommersitz von George W. Vanderbilt II. DasHerrenhaus erinnert an ein französisches Rennaissance-Schloß (das luxeriöse Interieur besteht aus feinsten Antiquitäten) , angegliedert finden sich Biltmore Village, eine Kirche und ein weitreichender Garten.

Auf dem Weg nach Winston Salem sollte man in der reizenden Kleinstadt eine Pause einlegen und sich mit Proviant auf dem Hickory Farmers Market eindecken. Old Salem, das im Jahr 1766 gegründet wurde, hat die stürmische Periode des Bürgerkrieges nahezu unbeschadet überstanden. Der zahlreichen historischen Häuser und Werkstätten nahm sich in den 60er Jahren eine Interessengemeinschaft an und so kann man hier ein einzigartiges lebendiges historisches Museumsdorf besuchen, das einem Einblicke in die Geschichte und das Leben der ersten Siedler gibt.

Wilmington übt den besonderen Reiz einer Stadt am Meer aus. Der bezaubernde Riverwalk, der verzauberte Arlie Gardens oder die schönen Antebellum-Häuser im Historic District sind genauso einen Besuch wert wie das Battleship North Carolina. Von Wilmington nach Norden erstrecken sich an der Küste die Outer Banks, bei Seefahrern früherer Zeiten gefürchtete Sandbänke – Namen wie Cape Fear stammen aus dieser Epoche. Ein zum Thema passendes Museum ist das Graveyard of the Atlantic Museum in Hatteras. Heute wird die einst gefürchtete Küste im Sommer von Touristen überrollt. Im Winter ist man hier unter sich – und ein Strandspaziergang zum mit Rauten bemalten Leuchtturm von Cape Lookout macht an einem leeren Strand noch mehr Spass.