USA bereisen durch Alaska

Alaska Berge and Buchten, Homer Spit, Kenai Halbinsel

Alaska Berge and Buchten, Homer Spit, Kenai Halbinsel

Hoch im Norden überhalb der USA liegt der Alaska – ein Paradies für Naturliebhaber. Im größten Bundesstaat der Vereinigten Staaten gibt es wenig Menschen, aber umso mehr wilde, unberührte Natur und eine faszinierende Fülle an Flora und Fauna.

Eine angenehme Art Alaska zu entdecken bieten die Fahrten mit der Panorama Bahn – große Fensterflächen bieten einen nahezu ungestörten Blick auf die langsam vorbeigleitende Landschaft.

Ein guter Ausgangspunkt ist Anchorage. Von dort starten Züge z.B. zum Denali National Park im Landesinneren. Der Park ist ideal für Tierbeobachtungen, u.a. sind hier Grizzlies, Elche und Wölfe zu Hause. Ein weiteres lohnendes Ziel ist der Kenai Fjords National Park mit seinem berühmten Exit-Gletscher. Hier kann man mit etwas Glück auch den Weisskopfseeadler, das Wappentier der USA sichten. Die schönste Jahreszeit für eine Fahrt mit dem Panoramazug ist sicher im Herbst, wenn sich die Bäume zu kräftigem Rot und sattem Gelb verfärben, die Berggipfel bereits schneebedeckt sind und sich in der Gegend um das Chena Hot Springs Resort die faszinierenden Nordlicher beobachten lassen. Fahrten werden von Mitte Mai bis Mitte September angeboten.

Im gleichen Zeitraum kann man sich auch mit einem Luxus-Autobus auf Entdeckungstour gehen. Natürlich zählen auch hier die Naturparks Denali und Kenai Fjords zu den Highlights. Daneben gibt es einen Abstecher in das Yukongebiet im benachbarten Kanada. Die Goldgräberstädte Dawson City und Whitehorse entführen in die aufregende, aber auch entbehrungsreiche Zeit des Klondike-Goldrausches.

Wem es nichts ausmacht Stunden hinter dem Steuer zu sitzen, der sollte sich seine Route durch die wechselvolle Landschaft selbst zusammenstellen. Aber Vorsicht! Was auf der Karte wie ein kleines Stück aussieht, entpuppt sich bei der Größe Alaskas schnell als riesige Etappe. Für eine Rundfahrt durch die Kenai Halbinsel (ausgehend von Anchorage) über Seward und Homer sollte man eine gute Woche einplanen. Wer mehr Zeit investieren möchte sollte seine Rundreise um den Katmai National Park (Braunbären und Lachse!) und den Prinz-William-Sund (Robben, Wale etc.) erweitern. Wer auf historischen Wegen wandeln will, der sollte seine Reise eher in den Osten, in das Grenzgebiet zu Kanada verlagern. Ehemalige Goldgräberstädte wie Skaway, die verlassene Siedlung Kennicott oder das idyllisch gelegene Valdez sind sehenswerte Destinationen.

 

Anchorage – ausgerechnet Alaska…

A brown grizzly bear hunting salmon at the river, Alaska, KatmaiAn der Bucht des Cook Inlet im US-Bundesstaat Alaska liegt der „Ankerplatz“ Anchorage. Die Stadt wurde erst 1915 als Hauptquartier der Alaska Railroad gegründet, daher findet man nur wenig historische Gebäude. Doch die City of Lights and Flowers und ihre Umgebung haben für Naturfreunde einiges zu bieten – die Wildnis fängt unmittelbar vor den Stadttoren an.

Einen kleinen Einblick in das Leben der ersten Siedler bietet das liebevoll ausgestattete Oscar Anderson House. Wer sich mehr für das Leben der Ureinwohner interessiert, muss das Alaska Native Heritage Center besuchen. Es wurde ein Museumsdorf geschaffen, das allen indigenen Gruppen gerecht wird. Man kann Handwerkern über die Schulter blicken oder eine der diversen Musik- und Tanzdarbietungen besuchen. Das freundliche Personal ist für alle Fragen offen.

Wer sich im Freien bewegen möchte hat die Qual der Wahl. In der Stadt kann man auf dem Tony Knowles Coastal Trail eine Fahrradtour unternehmen, im Winter ist der Trail eine passable Skilanglaufstrecke. Leider in der Nähe des Flughafens liegt der Aussichtspunkt Point Woronzof. Wer sich an Mücken und den Flugzeugen nicht stört hat einen tollen Ausblick auf Fire Island, Mount Susitna und Anchorage.

Potter Marsh Bird Sanctuary erlaubt dem Besucher einen Spaziergang auf einem hölzernen Weg. Unbedingt ein Fernglas mitnehmen! Mit viel Glück kann man auch Biber und Elche sehen.
Auf dem Weg zum Mount Alyeska sollte man in Girdwood einen Stopp einlegen. Machen Sie einen Abstecher in die Zeiten des Goldrausches in der Crow Creek Mine, die 1896 in Betrieb genommen wurde. Die herrliche Lage in einem Tal der Chugach Mountains lädt zum spazieren ein – man kann sich aber auch als Goldwäscher versuchen. An einem schönen Tag sollte man sich unbedingt die Fahrt mit der Alyeska Aerial Tram gönnen. Die Fahrt dauert nur wenige Minuten und schon hat man vom Gipfel der Mt Alyeska eine Sicht bis zum Turnagain Arm und zu den imposanten Gipfeln der Chugach Mountains. Im Sommer unbedingt nach unter sehen, sonst entgehen Ihnen Bären und Elche!

Das Alaska Wildlife Conservation Center präsentiert die Tierwelt Alaskas aus unmittelbarer Nähe. Zahlreichte Arten wie Koyoten, Adler und Bisons werden hier versorgt – das Center ist eine Auffangstation für verwaiste, verletzte und kranke Tiere.

Am Lake Portage gibt es den Portage Glacier zu bestaunen – unbedingt die Schiffstour buchen, den erst vom Wasser aus offenbart sich die gigantische Größe und Schönheit dieses Reliktes aus der Eiszeit!