Amerikanischer Nationalsport: Drei Stadien für die Ewigkeit

Wrigley Field

Wrigley Field

Eines der ältesten Stadien in den USA ist das Wrigley Field in Chicago, Illinois, Heimat des Baseball Teams Chicago Cubs. Im Jahr 1914 erbaut ist das zweitälteste Stadion der MLB (Major League Baseball) und hieß ursprünglich Weeghman Park, dann Cubs Park. 1920 ging der Besitz an den Kaugummifabrikanten Wrigley über, 1926 erhielt es seinen bis heute bestehenden Namen. Das Stadion weist einige Besonderheiten auf, so die mit Efeu bewachsene Outfield-Wall und die Plätze außerhalb des Outfields und sogar außerhalb des Stadions (achten Sie auf die gegenüberliegenden Hausdächer!). Für Sportfans ist ein Spielbesuch fast ein Muss – lassen Sie sich mitreißen von der tollen Stimmung und der charmant-altmodischen Atmosphäre!
In Boston, Massachusetts steht „America´s Most Beloved Ballpark“, der Fenway Park von 1912. Zwar wurde im Laufe der Zeit vieles modernisiert, doch erinnern z.B. die Plätze mit eingeschränkter Sicht noch an alte Zeiten. Das Stadion diente nicht nur als Austragungsort unzähliger Baseballspiele der Boston Red Sox, sondern war auch Heimat für Footballvereine wie die Boston Yanks in den 40er Jahren oder die Boston Patriots in den 60er Jahren. Bei einem Besuch in Boston sollte man zumindest eine Führung durch den Fenway Park buchen – so kommt man auch an Orte, die einem während eines Spiels verwehrt bleiben.
Der Fenway Park war zu Beginn seiner Karriere die Spielstätte des legendären Baseballers George Herman Ruth, besser bekannt unter seinem Spitznamen Babe Ruth. Wegen finanzieller Schwierigkeiten verkauften die Boston Red Sox ihn 1920 an die New York Yankees und ab 1923 wurde das Old Yankee Stadium im Süden der Bronx sein neues zu Hause. Der Superstar trug maßgeblich zur Finanzierung des Baus bei – dank ihm war das Stadion immer ausverkauft. Nicht umsonst trägt es den Beinamen „The House That Ruth Built“. Leider wurde das Yankee Stadium vor einigen Jahren durch einen Neubau ersetzt – doch während eines Spieles hat man das schnell vergessen und wird von der packenden Atmosphäre mitgerissen .

Bostons Umgebung – Inseln, Leuchttürme und Wale

Boston - Hafen und Skyline

Boston – Hafen und Skyline

Die Lage Bostons am Charles River und an der Massachusetts Bay eröffnen die Möglichkeit zu zahlreichen Ausflügen über und ans Wasser.
Was liegt in Boston näher als einen Hafenrundfahrt zu unternehmen. Und man hat die Qual der Wahl: soll man die geschichtlich angehauchte Runde vorbei am Charlestown Navy Yard und dem historischen Kriegsschiff USS Constitution und vorbei an einem der ältesten noch immer in Betrieb befindlichen Leuchttürme hinaus zu den vielfältigen Inseln wählen? Oder soll man auch die andere Richtung, den Charles River, mit einem wunderbaren Blick auf Boston und seine historischen Viertel Beacon Hill und Back Bay sowie die Universitätsstadt Cambridge dazunehmen? Wer miterleben möchte wie auf der USS Constitution allabendlich die Fahne eingeholt und die Kanone abgefeuert wird, der sollte die Sunset-Tour buchen.
Das durch seine Hexenprozesse bekannte Salem ist mit der Fähre in einer knappen Stunde zu erreichen. Neben dem Salem Witch Museum und dem Witch Dungeon empfiehlt sich auch ein Besuch im Museumsdorf Salem 1630 Pioneer Village. Das House of the Seven Gables des Schriifstellers Nathaniel Hawthorne sowie ein Spaziergang über den Old Burying Point Cemetery kann man ebenfalls einplanen. Lassen Sie sich auch etwas Zeit um die maritime Vergangenheit von Salem zu entdecken, so z.B. in Pickering Wharf.
Einen ruhigen Tag mit reichlich Natur bieten viele der Boston Harbor Islands. Zu den beliebtesten zählt George`s Island. Nach einer geführten Tour durch das weitläufige Fort Warren kann man einen schönen Spaziergang unternehmen. Für einen Strandtag sollte man nach Spectacle Island übersetzen. Halten Sie die Kamera bereit, denn man hat von hier einen tollen Blick auf die Boston Skyline.
Die Insel Martha´s Vineyard ist ein Erlebnis für sich – und eigentlich viel zu kurz für einen Tagesausflug. Zahlreiche Strände, atemberaubend schöne Cliffs wie in Aquinnah, trutzige Leuchttürme und malerische Städte wie Edgartown oder Oak Bluffs werden Sie in ihren entspannten Bann ziehen. Immer wieder ein unvergesslicher Höhepunkt ist der Sonnenuntergang am Menemsha Beach – dazu eine Portion frittierter Venusmuscheln und ein Glas des ausgezeichneten Weines aus der Region – einfach himmlisch!
Von Boston aus startet auch einen Katamarantour zum beliebten Whalewatching. In den Gewässern vor Neuengland gibt es mit Finn- und Buckelwalen zwei der größten Walarten zu bestaunen. Daneben könnten auch Zwergwale und Delfine zur Fotoausbeute dieses unvergesslichen Törns in der Massachusetts-Bay gehören.

Boston – zu Fuß durch die amerikanische Geschichte

Harvard University in Cambridge

Harvard University in Cambridge

Boston, die Hauptstadt von Massachussets (USA), hat viele Spitznamen, so „The Cradle of History“, „The Olde Town“, aber auch „America´s Walking City“. Und alle drei Spitznamen finden ihre Begründung im bekanntesten Sightseeing-Programmpunkt der Stadt, dem Freedom Trail. Auf einer Länge von knapp 3 Kilometern führt die durch eine rote Ziegellinie im Trottoir gekennzeichnete Tour zu den wichtigen Stätten der amerikanischen Unabhängigkeitsbewegung.

Ob mit kostümiertem Führer oder auf eigene Faust – das ist eine beeindruckende Geschichtsstunde! Falls man die Tour, die gute drei Stunden dauern wird, abkürzen möchte, sollte man sich auf das North End konzentrieren. Das Wohnhaus des Revolutionshelden Paul Revere, die Old North Church (Laternen im Kirchturm warnten das nahegelegene Charlestown vor den sich nähernden britischen Truppen) und das Old State House. Letzteres ist ein prima Fotomotiv, steht es doch klein und altehrwürdig vor den modernen Fassaden der es umgebneden Hochhäuser. Ganz in der Nähe liegt der Friedhof Old Granary mit den Gräbern u.a. von Paul Revere und drei Unterzeichnern der Unabhängigkeitserklärung. Am Faneuil House oder dem Quincy Market darf man in einem der Restaurants erst einmal wieder bei einem leckeren Imbiss zu Kräften kommen.
Weiter geht es zum Bunker Hill Monument, das an die erste wichtige Schlacht des Amerikanischen Unabhängigkeitskrieges erinnert. Von hier lohnt sich ein Abstecher zum Charlestown Navy Yard und der USS Constitution, einem Kriegsschiff aus der Zeit George Washingtons. Ganz nebenbei hat man von hier einen wirklich schönen Blick auf Boston.
Der Stadtteil Beacon Hill lädt zum Entspannen ein. Statten Sie der ersten U-Bahn-Station der Vereinigten Staaten, der Park Street Station, einen Besuch ab, bevor es zu einem ruhigen Nachmittag in den Boston Common Park oder den Public Garden geht. Im Sommer ist einen Fahrt mit einem der Schwanenboote im Public Garden eine nette Abwechslung zum Sightseeing. Oder man spaziert auf der Charles River Esplanade von Beacon Hill nach Back Bay und genießt den Ausblick über den Charles River nach Cambridge. In Back Bay ist die Commonwealth Avenue und einige ihrer Parallelstrassen unser Ziel. Dort steht ein großes Ensemble viktorianischer Sandsteinhäuser mit den typischen rötlichbraunen Fassaden, einladenden Treppen und kleinen Gärten – ein Stück englisches Architekturerbe. In der Newbury Street sollte man einen Einkaufsbummel einlegen.
Cambridge, auf das wir schon von der Charles River Esplanade einen ersten Blick geworfen haben, lebt von seiner studentischen Atmosphäre. Nette Cafes und Restaurants sind hier zu Hause und verwöhnen nach einem Besuch des Campus der berühmten Harvard-University mit leckerem Essen aus aller Welt.
Bevor man Boston Good-Bye sagt, sollte man den die Stadt von oben überblicken, aus dem Skywalk Observatory im Prudential Center.

Neuengland – sechs kleine Perlen im Norden der USA

Herbst in Vermont

Herbst in Vermont

Ein Besuch in Neuengland ist ein Streifzug sowohl durch die Geschichte Amerikas als auch durch einige der schönsten Landschaften, die die Vereinigten Staaten zu bieten haben. Das Gebiet der Staaten Connecticut, Maine, Massachusetts, New Hampshire, Rhode Island und Vermont wird gemeinhin als Neuengland bezeichnet – hier landeten die ersten Pilgerväter mit der Mayflower.

Nach 150 Jahren als britische Kolonien führten Proteste wie die berühmte Boston Tea Party zum Bruch mit der Krone – man befindet sich also auf geschichtsträchtigem Terrain.
Natürlich sollte man in Massachusetts das lebendige Boston besuchen, berühmt durch sein Symphonyorchester und seine Elite-Universitäten Havard und das M.I.T.. Auf dem Freedom Trail kommt man an den wichtigen Stätten der Unabhängigkeitsbewegung vorbei, das Viertel Back Bay mit seinen viktorianischen Häusern erinnert an das englische Erbe. Vom wunderschönen Hafen lassen sich Bootsfahrten zu den bekannten Inseln Cape Cod und Martha´s Vineyard unternehmen. In der näheren Umgebung Bostons liegt auch der für seine Hexenprozesse bekannte Ort Salem.
Trotz seiner geringen Größe bietet Rhode Island eine Fülle an Zielen: die herrschaftlichen Anwesen in Newport, die sich an einem schönen Tag auch vom Cliff Walk bei einem ausgedehnten Spaziergang am Atlantik bewundern lassen. Legen Sie auf der Reise eine Pause in einem der pittoresken Städtchen wie Wickford ein. Oder machen Sie die unvergessliche Erfahrung einer Whalewatching-Tour.
Connecticut eignet sich perfekt für einen Badeurlaub: schöne Strände mit allem was dazu gehört. Und am Abend kann man sich in einem der kleinen Küstenstädtchen das vielleicht leckerste Seafood der USA schmecken lassen. Connecticut ist berühmt für seine Weine und einige Weingüter laden zur Besichtigung und Weinprobe ein.

Vermont ist ein Eldorado für Wanderer und im Indian Summer ist die Landschaft atemberaubend schön. Entdecken Sie einen der über 100 überdachten Brücken, ein charmantes Relikt aus vergangenen Tagen. Leckermäulchen kommen in Vermont besonders auf ihre Kosten, ist der Staat doch berühmt für Ahornsirup, Eiscreme und Käse.
New Hampshire wird besonders die Naturliebhaber begeistern: mehrere hundert Seen, die White Mountains und die Great North Woods warten darauf erkundet zu werden. Das bezaubernde Portsmouth bietet einen wunderschöne historische Innenstadt und einen sehenswerten Hafen.
In Maine muss man schlemmen, denn Maine ist der Lobster State. Fahren Sie auf der Park Loop Road um das Mount Desert Island oder starten Sie einen Leuchtturm-Bootstour und genießen Sie die Küste des größten Neuengland-Staates.