Nationalparks in den USA

Grand Prismatic Spring, Yellowstone National Park, Wyoming

Grand Prismatic Spring, Yellowstone National Park, Wyoming

Jeder der mit dem Auto durch die USA fährt hat zumindest einen von ihnen schon besucht: die zahlreichen und vielfältigen Nationalparks der USA. Man kann sich mehrere Tage in den Parks aufhalten, denn überall gibt es Camping- bzw. Zeltplätze. Die Parkverwaltungen halten Kartenmaterial bereit, führen aber auch lehrreiche Exkursionen mit interessierten Besuchern durch.

Der bekannteste und meistbesuchte National Park dürfte der Grand Canyon im Bundesstaat Arizona sein. Bereits bei einem Tagesausflug, der zu Land oder fliegend erfolgen kann, erschließt sich die beeindruckend imposante Größe des Canyons. Abenteuerlustige können sich auf den steilen Weg hinunter zum Colorado River begeben oder auch eine Wildwasserfahrt auf dem Fluß unternehmen – zwei Möglichkeiten eine völlig neue Perspektive dieses Naturwunders zu erleben.

Nicht minder schöne Landschaften, aber weitaus weniger Touristen lassen auch Parks wie Canyonlands oder Bryce Canyon, beide in Utah gelegen, zu einem lohnenden Ziel werden. Die Landschaft ist abwechslungsreicher mit Canyons, Hochplateaus, bizarren Felsformationen wie den „Needles“ und „Arches“ . Sonne und Wolken zaubern im Laufe des Tages immer wieder neue Farben auf die Felsen– besonders beeindruckend im Bryce Canyon zur Dämmerung (morgens und abends). Eine Vielfalt an kleineren und größeren Steinbögen findet man im Arches Nationalpark.
Jeder kann einen dieser Bögen aus der Nähe sehen, denn zahlreiche kürzere und längere Wanderwege wurden hier angelegt. Wer gerne wandert und trittsicher ist, dem sei der Zion Nationalpark, ebenfalls in Utah, ans Herz gelegt. Die Schönheit der rötlich schimmernden Canyons erschließt sich am Besten von Angels Landing. Der Weg dorthin ist leider nicht ganz einfach, der Ausblick belohnt aber für alle Mühen.

Einzigartige Landschaften, wie man sie nur in den USA findet, bietet auch das Death Valley in Kalifornien. Ausgestattet mit genügend Wasser ist der Besuch dieses Hitzepols der Welt ein eindrückliches Erlebnis. Vom Badwater Basin über die Hänge der Mesquite Dunes bis zu der spektakulären Aussicht von Zabriskie Point – auch die Hitze schafft eine sehenswerte Vielfalt an Landschaften. Wie aus einer anderen Welt wirkt auch das in Arizona gelegene Monument Valley, das durch zahlreiche Western weltberühmt ist. Auf staubigen Pisten geht es zu den berühmtesten Felsformationen, die sich in der Abendsonne rotglühend präsentieren.

Im Gegensatz zu all diesen Parks bietet der Yosemite Nationalpark in Kalifornien ein traumhaft schönes Tal mit blühenden Almwiesen, tiefgrünen Wäldern, imposanten Bergen und riesigen Wasserfällen. Diese Idylle muss man sich zur Hauptsaison allerdings mit vielen anderen teilen. Ruhiger geht es im benachbarten Sequoia Nationalpark zu, der für seine uralten Riesen-Mammutbäume berühmt ist. Und um Bisons, Grizzlies und Wölfe in freier Wildbahn zu erleben, führt kein Weg an dem berühmten Yellowstone Nationalpark vorbei. An den bewaldeten Hängen der Rocky Mountains im Bundesstaat Wyoming gelegen, bietet der bereits 1872 gegründete Park nicht nur ein Refugium für unzählige Tier-und Pflanzenarten, sondern bietet wegen des unter der Oberfläche schlummernden Yellowstone-Vulkans auch eine faszinierned Fülle an Geysiren und Schlammtöpfen.

Der Park ist ganzjährig geöffnet, wobei außerhalb der Hauptsaison die Auswahl an Übernachtungsmöglichkeiten, Restaurants etc. sehr eingeschränkt ist.
Nicht minder grün, aber sehr sumpfig präsentieren sich die Everglades an der Südspitze Floridas. Endlos erscheinende Wasserflächen mit hohem Sägeggras, aber auch tropisch dichte Wälder auf kleinen Inseln sind der Lebensraum des Alligators, aber auch zahlloser Vogelarten. Wer im Gebiet um Fort Lauderdale und Miami Urlaub macht darf sich eine Bootstour nicht entgehen lassen – man kann sich auch mit dem Hausboot alleine auf große Fahrt begeben.

Amerika entdecken – auf etwas anderen Wegen

voiture vintageSo vielfältig das Land, so vielfältig sind auch die Reisemöglichkeiten. Hier nur einige Anregungen wie man das Land der unbegrenzten Möglichkeiten für sich ganz individuell entdecken kann.

Bewegt man sich abseits der großen Städte und plant auch Übernachtungen in den großen Naturparks wie Yosemite oder Yellowstone, ist ein Camper sicherlich die beste Wahl. In den eigenen – geliehenen – vier Wänden kann man sich auch freier bewegen, da man keine Reservierungen einhalten muss. Auf den meisten Campingplätzen gilt allerdings „first come, first serve“, was in der Hauptsaison besonders zu beachten ist, da die Stellplatzkontingente schnell vergeben sind.

Wer Lust auf eine echtes Highway-Abenteuer hat und in seiner Reiseplanung ein wenig flexibel ist, der kann als Begleiter auf einem echten Truck mitfahren. Der Frachtauftrag bestimmt wo es hingeht und mit einem Trucker als Fahrer, der dieses Geschäft schon jahrelang betreibt, wird es bestimmt nicht langweilig. Man schläft mit an Bord des Trucks und nimmt seine Mahlzeiten in den diversen Truckstops entlang der Reiseroute ein.

Wer seinen Roadtrip zu einem besonderen Erlebnis machen möchte, sollte in einem Oldtimer die traumhaften Küstenstrassen Kaliforniens oder auch die Route 66 unsicher machen. Während vor einigen Jahren der Verleih von Classic Cars noch im Dornröschenschlaf lag finden sich heute immer mehr Anbieter – das Angebot reicht von mehrstündigen Ausflügen auf landschaftlich reizvollen Strassen bis zu durchgeplanten Reisen durch die ganzen USA. Entschließt man sich spontan zu einem Nostalgie-Trip, kann man auch das Prinzip „kaufen – fahren-verkaufen“ anwenden.

Gemütlich zurücklehnen und sanft durch die verschiedensten Landschaften gleiten – Bahnfans sind in Amerika in ihrem Paradies angekommen. Amtrak bietet verschiedenste Routen durch dieses vielfältige und riesige Land. So gibt es Züge entlang der Küsten, die die wichtigsten Metropolen miteinander verbinden – so der Coast Starlight an der Westküste zwischen Seattle und Los Angeles oder als Pendant dazu der Silver Service an der Ostküste, zwischen Boston und Miami. Daneben gibt es natürlich auch Verbindungen quer durch das Land. Man muss nur Zeit mitbringen, denn während man mit dem Flugzeug nur wenige Stunden braucht, kann sich einen Zugfahrt durchaus über mehrere Tage erstrecken.

Daneben gibt es noch kleine Teilstrecken, die meist noch auf die ersten Tage der Eisenbahn zurückgehen und durch landschaftlich und geschichtlich interessante Gebiet führen. So z. B. hoch im Norden die White Pass & Yukon Route, die während des Goldrausches am Klondike entstand. Oder die Narrow Gauge Railroad in Colorado. Man sollte schwindelfrei sein wenn man sich hier auf die Fahrt mit der Dampflokomotive einlässt, schmiegen sich die Geleise doch an steil abfallende Feldwände. Oder wie wäre es mit einer Zugfahrt mit Übernachtung zum Grand Canyon?

Sehr beliebt bei Touristen aus aller Welt sind die Motorradreisen durch die USA – Easy Rider Feeling inklusive. Mittlerweile gibt es zahlreiche Anbieter, deren Angebot nahezu alle Facetten abdeckt. Ob Seattle, Las Vegas oder die Keys, ob auf der Route 66 oder im Wilden Westen, ob rund um den Yellowstone National Park oder durch die BBQ und Bluegrass-Staaten Kentucky und Tennessee – mit einem erfahrenen Guide oder alleine – ein solcher Roadtrip ist eine der schönsten Erlebnisse im Leben.

Um unterwegs mobil zu navigieren, kann man sich die mit 10-15 $ pro Tag vom Autovermieter sehr teuer vermieteten Navis mit US-Karte sparen und einfach das eigene Smartphone mit einer amerikanischen Prepaid-SIM-Karte nutzen. Gleichzeitig spart man sich teure Telefongebühren und hat eine Flatrate nach Europa dabei auf Wunsch (hier USA SIM-Karten).

Gute Fahrt…

Grand Canyon – ein Abenteuer, das lohnt für jede USA Reise

The View Campground, Monument Valley

The View Campground

Der Grand Canyon sollte bei keiner Süd Westen Tour fehlen. Zwar ist das South Rim, der südliche Rand, touristisch sehr stark überlaufen und man muss sich die Aussicht mit vielen anderen teilen, so erhält man trotzdem wundervolle Einblicke.

Im Südwesten bietet sich für eine Tour der “Grand Circle” an, eine Region in Arizona, New Mexico, Colorado, Utah und Nevada, in der viele Nationalparks zu finden sind u.a. Arches, Grand Canyon und Mesa Verde.

Wer die Schönheit von Umgebung und Landschaft hautnah erleben will, sollte sie im Wohnmobil erkunden.

Die Fahrt entpuppt sich als landschaftlich wenig reizvoll. Man fährt durch Ödland und vielen heruntergekommenen Indianersiedlungen, kein Scenic By Way oder ähnlich abwechslungsrecihe Strecken, erst am Tor zum Grand Canyon National Park wird es wieder interessanter. Dreißig Meilen vor dem Visitor Center passieren wir den Eingang des Parks.

Lohnenswert ist eine Wanderung von bis nach Hermits Rest entlang der Rim Kante. Die Aussichtspunkte, ins besonderen der Hopi Point, sind im östlichen Teil wesentlich schöner.

Hier ist der richtige Ort für einen Helikopter-Flug oder eine Rafting Tour. Rundflüge ab 150 US-$ werden angeboten.

Desert View, kurz hinter der ersten Ranger Station gelegen. Hier wird man mit dem ersten beeindruckenden Blick in den Canyon und den Colorado konfrontiert. Auch bei unserem zweiten Besuch blicken wir wieder andächtig in die Tiefe auf dieses Wunder der Natur. Den Grand Canyon kann man nicht beschreiben, man muss ihn mit allen Sinnen erfassen und erleben.

 

Navigation, Mobilfunk und Mobiles Internet in den USA

Auf Ihrer Reise zum Grand Canyon wollen viele Reisende nicht auf liebgewonnene Technik wie Smartphone und iPad verzichten. Auch wenn die Netzabdeckung in Page und dem Nationalpark an Ihre Grenzen kommt, ist es mehr als angenehm im Wohnmobil oder Hotel eine gute Internetverbindung ohne teure Roamingkosten zu haben. Hierfür bietet Prepaid-Discount.de die passende Prepaid USA Daten und Telefonie SIM bereits in Deutschland an, mit der Sie eine Telefonie-Flatrate innerhalb der USA zur Verfügung habe, sowie bis zu 4000 MB Daten, 100 internationale SMS und eine Telefon-Flatrate nach Deutschland und Österreich (Übersicht USA SIM-Karten).

Bleibt nur noch am Abend ein Bild vom Sonnenuntergang am Grand Canyone auf Facebook zu posten, Urlaubsgrüße per WhatsApp zu versenden und den Tag Revue passieren lassen

Der Red Mountain ist ein 740’000 Jahre alter Vulkankrater, der auf der einen Seite offen ist, so dass man von der offenen Seite in den Krater hineinwandern kann. Im Vulkankegel gibt es schöne Gesteinsformationen, schwarze Lavasteine wechseln mit roten Felsen, einige Hoodoos und Lava-Schutthalden.

Las Vegas USA – sehenswerte Umgebung und Umland

Rhyolite Ghost Town

Rhyolite Ghost Town

Von Las Vegas aus lassen sich in nahezu alle Himmelrichtungen in den Vereinigten Staaten Landschaften entdecken, die ihren ganz eigenen und teils sehr beeindruckenden Reiz haben.
Der Grand Canyon ist natürlich das Ausflugsziel No.1 in Amerika. Egal ob man mit dem Auto die diversen Aussichtspunkte ansteuert oder mit dem Helikopter einen Blick von oben hat, seine enorme Größe und landschaftliche Schönheit überwältigt jeden.
Doch auch „kleinere“ attraktive Ziele finden sich in der kargen Landschaft um Las Vegas. Ein beliebtes Nahausflugsziel ist der Red Rock Canyon im Westen der Spielermetropole. Man kann die roten Felsen bequem auf der Panoramastrasse an sich vorbeiziehen lassen, die mit diversen Rastplätzen für ein gemütliches Picknick und Aussichtspunkten aufwartet. Wer etwas Bewegung braucht, auf den warten Spazierwege unterschiedlichster Länge.
Richtung Südosten befindet sich die Hoover-Talsperre, ein imposantes technisches Bauwerk. Die Talsperre staut den Colorado River zum Lake Mead, den sich die Staaten Nevada und Arizona teilen. Erst durch dieses Baugroßprojekt begann der Aufstieg des kleinen Wüstenstädtchen Las Vegas. Da tausende von Arbeitern in der für sie errichteten Stadt Boulder City nicht spielen und trinken durften, besuchten sie das nahe Las Vegas – der Startschuß für Bars und Casinos.
Auf dem Weg ins im Westen der USA gelegene Death Valley lohnt sich ein Stop in der Geisterstadt Rhyolite. Heute stehen nur noch eine paar Ruinen der einst wichtigen und daher aus Stein gebauten Gebäude wie Banken, Hotels und dem Gefängnis. Doch Anfang des 20. Jhd. befand sich hier im Zug der Goldgewinnung eine blühende Stadt mit 10000 Einwohnern. Doch nachdem die fast 50 Minen nach etwas mehr als einem Jahrzehnt ausgebeutet waren, wurde die Stadt binnen kurzer Zeit komplett verlassen. Ein kurioser Blickfang ist das „Bottle House“, das aus 50.000 Bierflaschen, Altglas des nahegelegenen Saloons, errichtet wurde.
Noch weiter im Westen, zum großen Teil bereits in Kalifornien, liegt das Death Valley, der trockenste Nationalpark der USA. In der Furnace Creek Area befinden sich einige der beeindruckenden Naturdenkmäler, die man auf teils ein wenig unsicheren Strassen von Furnace Creek Visitor Center aus ansteuern kann.
Ein Highlight ist The Artist´s Palette an den Hängen der Black Mountains. Die faszinierende Vielfarbigkeit der Gesteinsformationen ist der Oxidation von im Sediment enthaltenen Metallen geschuldet. Die kräftigen Rottöne gehen auf Eisen, das gerade in der späten Nachmittagssonne fast unwirkliche Türkis auf Kupfer zurück.
Beim tiefgelegensten Punkt in Nordamerika, dem Badwater Basin, handelt es sich um eine Salzpfanne mit eigentümlich sechseckig geformten Schollen.
Vom Dante´s View hat man einen unvergesslichen Blick über das Death Valley. Doch von hier einen Sonnenaufgang über dem Tal des Todes zu beobachten – dieses Erlebnis lässt sich nicht wirklich in Worte fassen.
Einen weiteren Traumausblick hat man vom Zabriskie Point. Die Erosion hat hier bizarre Sedimentlandschaften geschaffen, die im Licht der auf- oder untergehenden Sonne besonders sehenswert sind.
Traumhaft ist hier auch der Sternenhimmel. Das Death Valley ist das zweitgröße Lichtschutzgebiet der Welt – kaum vorstellbar bei der Nähe zur glitzernden Lichterwelt von Las Vegas.

Arizona – abseits des Grand Canyon in den USA unterwegs

Grand Canyon Nähe Flagstaff (Arizona)

Grand Canyon Nähe Flagstaff (Arizona)

Der Grand Canyon State Arizona liegt im Süden der USA, mit einer Grenze zu Mexiko. Wer die landschaftliche Schönheit sucht, dem wird dieser Staat besonders gut gefallen.
Wir beginnen in Phönix und statten dem Heard Museum einen Besuch ab, das in seiner großartigen Sammlung das Leben und die Kultur der Ureinwohner des Südwestens der USA zu bewahren sucht.
Auf dem Weg nach Flagstaff kommt man am Agua Fria National Monument vorbei. Eine atemberaubende Landschaft, aber auch Ruinen aus der frühen Besiedlung im 12.Jhd. Und Felszeichnungen sind hier zu entdecken. Auf der Weiterfahrt lohnt sich ein Stop am Montezuma Castle, einer in den Feld gearbeitet Behausung der Sinagua-Indianer. Die Rangertouren und das Museum bieten die notwendigen Informationen.
In der Nähe von Flagstaff kann man sowohl eine Felsbehausung der Anasazi im Walnut Canyon als auch eine freistehende Siedlung desselben Stammes im Wupatki National Monument besichtigen.
Östlich von Flagstaff liegt der Petrified Forest National Park, ein Ziel von einzigartiger Schönheit. Seinen Namen verdankt der Park den reichen Funden an verkieseltem Holz, das man auf einem kürzeren Rundweg durch den Crystal Forest bewundern kann. Beeindruckend und ein lohnendes Fotomotiv ist die Painted Desert mit ihren im Sonnenlicht leuchtenden verschiedenfarbigen Gesteinsschichten, aber auch die nach den Indianderzelten benannten Kegelberge, die Tepees.
Bereits im Verwaltungsgebiet der Navajo Indianer liegt das Canyon de Chelly National Monument. Im Canyon de Chelly muss man den Spider Rock, zwei eng mit der Mythologie der Indianer verbundene Felsnadeln und die teils in den Fels gebauten Pueblos besichtigen. Im steilwandigen Canyon de Muerto erwarten den interessierten Besucher Felssiedlungen und Felszeichnungen.
Weiter geht es Richtung Grenze zu Utah ins Monument Valley. Ob im Morgenlicht, am Tag mit bewegter Wolkenstimmung oder im Abendrot – ein einzigartiges Fleckchen Erde.
Mit Utah, aber auch mit Colorado und New Mexico teilt sich Arizona die Besonderheit des einzigen Vierländerecks. Obwohl die Stelle sehr abgelegen ist, hat sich hier doch ein Touristenzentrum etabliert.