South Dakota

Mount RushmoreIm Mittleren Westen der USA liegt South Dakota, einer der am wenigsten besiedelten Bundesstaaten. Pulsierende Metropolen findet man hier nicht, dafür aber beeindruckende Landschaften, faszinierende Höhlen und das amerikanischste aller Monumente – den Mount Rushmore.

Ein Gipfel der für die Lakota-Indianer heiligen Black Hills wurde Anfang des 20.Jhd. zum Denkmal für die vier Präsidenten George Washington, Thomas Jefferson, Theodore Roosevelt und Abraham Lincoln umgestaltet. Der auch als „Shrine of Democracy“ bekannte Berg lockt jährlich Millionen Touristen nach South Dakota, die sich vom Städtchen Keystone aus zu den Aussichtspunkten aufmachen.

Einige Kilometer entfernt wurde dem berühmten Führer und Häuptling Crazy Horse ebenfalls ein Denkmal in den Black Hills gesetzt.

Lohnenswert ist ein Besuch in einem der Höhlensysteme. In den Black Hills liegen die gleichnamigen Höhlen nahe der Stadt Rapid City. Ausgestattet mit Lampe und Karte kann man die Höhlen auf eigene Faust erkunden. Nahe dem Städtchen Custer befindet sich der Eingang in die Jewel Cave. Die Ranger bieten drei verschiedene Führungen durch die kühle Unterwelt an – genügend Zeit zum Staunen und Fotografieren inbegriffen. Das längste Höhlensystem der Welt ist die Wind Cave nahe Hot Springs. In den Höhlen findet man die einzigartigen Boxworks, an Bienenwaben erinnernde Gebilde aus Kalzium. Wer sich nicht ins Dunkel wagen möchte kann im Wind Cave National Park Bisons, Hirsche, Gabelböcke und Präriehunde beobachten.

Für die Siedler von einst waren die Badlands unfruchtbares Gebiet, dem Naturliebhaber von heute erschliesst sich hier eine faszinierende Landschaft aus Hügeln, Canyons und farbigen Sedimentschichten, die ihr Aussehen je nach Tageslicht verändern. Zur schnellen Erkundung empfiehlt sich eine Fahrt über den Badland Loop. Wer mehr Zeit hat und gut zu Fuß ist sollte einen der Wanderwege ausprobieren.
Historic Deadwood – der Name sagt es schon, man macht hier einen Zeitsprung in den Wilden Westen. Ihre Blütezeit erlebte die kleine Stadt während des Goldrausches in den 1870er Jahren. Heute kann man hier Revolverhelden in Aktion sehen, ein Kartenspiel wagen oder ein Bierchen im Saloon trinken.

Für einen Abstecher zum spätviktorianische Mount Moriah Cemetery mit den Gräbern der berühmten Einwohner wie Revolverheld Wild Bill Hickok oder Calamity Jane sollte man sich Zeit nehmen – ein idyllisches Plätzchen, das auch von vielen Hirschen geschätzt wird.