Washington D.C. – eine amerikanische Stadt mit vielen Facetten

Lincoln Memorial statue of Abraham Lincoln

Lincoln Memorial statue of Abraham Lincoln

Beim Wort Washington D.C. denkt wohl jeder zuerst an Capitol, Weißes Haus und Pentagon. Doch Washington ist viel mehr als das politische Herz Amerikas – es ist eine charmante Stadt und ein mehr als lohnendes Reiseziel.

Herzstück der Stadt ist die National Mall zwischen Capitol und Washington Monument. Am Rand der weitläufigen Parkanlage liegen die berühmten Museen Smithonian, National Air and Space Museum und die National Gallery of Art mit ihren beeindruckenden Fassaden. Am Besten von der Spitze des Washington Monument öffnet sich der Blick auf die zwei wichtigsten politischen Gebäude der USA: das Capitol und das Weiße Haus. Im weiterführenden Park hinter dem 169 m hohen Denkmal für den ersten Präsidenten der Vereinigten Staaten befinden sich zahlreiche Memorials.

Am bekanntesten ist sicher das gewaltige Lincoln Memorial, das über dem Reflecting Pool thront. Doch auch dem Gründervater George Mason, den Präsidenten Thomas Jefferson und Franklin D. Roosevelt sowie dem Bürgerrechtler Martin Luther King wurden an den Ufern des Tidal Basin Ehrendenkmäler errichtet. Eine Tretboottour auf dem Tidal Basin eröffnet einem wunderschöne Perspektiven, gerade wenn im Frühjahr hunderte von Kirschbäumen in prachtvoller Blüte stehen.

Rund um die Verbindungsstrasse zwischen Weißem Haus und Capitol – der Pennsylvania Avenue – befindet sich Old Downtown. Hier finden sich neben Geschäften, Bars und gehobenen Wohnhäusern auch sehens- und fotografierwerte Häuser älteren Datums. Mit seiner roten Fassade sticht zum Beispiel das Gebäude an der Ecke zur 7th heraus. Pompös auch die Old Post Office an der Pennsylvania Avenue mit dem markanten Uhrturm. Es ist das dritthöchste Gebäude in Washington und man hat einen tollen Ausblick über die Stadt, in der es dank einer Verordnung von 1910 keine Wolkenkratzer gibt. Historisch bedeutsam ist das Ford`s Theater, in der Abraham Lincoln erschossen wurde, aber auch das Haus gegenüber, in dem er letztendlich verstarb. Einfach nur zum Entspannen oder für eine Pause lohnt ein Abstecher nach China Town, das man am Besten durch den imposanten „Friendship Archway“ betritt.

Das älteste Stadtviertel Washingtons ist Georgetown, das sich am Ufer des Potomac befindet. Die das Bild des Viertels prägenden eleganten Stadthäuser sind zum größten Teil denkmalgeschützt.

Zu den Highlights zählt das 1765 errichtete Old Stone House sowie die liebevoll restaurierte Markthalle. Und bei schönem Wetter sollte man eine Fahrt auf dem Chesapeake and Ohio Canal unternehmen – während man an alten Schleusen und zauberhaften Landschaften vorbeischippert wird die Vergangenheit lebendig.

Washington D.C. – Willkommen in der Hauptstadt Amerikas

Capitol bei Nacht in Washington, DC

Capitol bei Nacht in Washington, DC

Washington D.C., das ist das politische Herz der USA – und eine Stadt ohne Wolkenkratzer!
Alle wichtigen und bekannten Stätten liegen im Bereich der National Mall, die sich auf einer Länge von fast 5 km zwischen Capitol und Lincoln Memorial erstreckt. Der westliche Teil beherbergt die Highlights.

Das Lincoln Memorial, dieser wuchtige und strahlende Bau mit 36 dorischen Säulen thront über dem Reflecting Pool. Das Bauwerk an sich, mehr noch die ehrfurchtgebietende Statue Abraham Lincolns muß man auf sich wirken lassen. Nehmen Sie sich die Zeit und verweilen Sie ein wenig auf den Stufen.

Der Ausblick Richtung Washington Monument (das sich vor Ihren Füßen im Reflecting Pool widerspiegelt) und Capitol ist einzigartig. In der Nähe befinden sich mehrere Memorials zu bedeutenden Kriegen, so das Vietnam Veterans Memorial oder das Korean War Veterans Memorial. Spazieren Sie zum schlichten, aber beeindruckenden Denkmal für den bekannten Bürgerrechtler Martin Luther King und nehmen Sie sich Zeit die Tafeln mit verschiedenen Zitaten zu lesen.

Ein Stück weiter entlang dem Tidal Basin liegt das Franklin Delano Roosevelt Memorial – nicht so gewaltig wie das Lincoln Memorial aber ein wunderbarer Tribut an die durch Krisen und Kriege bestimmte Amtszeit des 32. Präsidenten der Vereinigten Staaten. Gönnen Sie sich eine Führung und erleben Sie ein spannende und ergreifende Stunde amerikanischer Geschichte. Ist man noch ausgeruht genug spaziert man zum eleganten Thomas Jefferson Memorial. Wer lieber abkürzen mag orientiert sich Richtung Washington Monument. Gerade für Europäer interessant ist das am Ende des Reflecting Pool liegende National World War II Memorial. Hier wird den Gefallenen der Atlantischen und der Pazifischen Front gedacht. Die „Wall of Freedom“ mit 4048 goldenen Sternen hält die Erinnerung an die über 400.000 im Zweiten Weltkrieg gefallenen oder vermissten Amerikaner wach. Um wieder auf andere Gedanken zu kommen geht es nun zum Washington Monument. Das 169 m hohe Denkmal für den ersten Präsidenten der USA bietet neben einem Ausstellung und der Statue George Washingtons auch einen grandiosen Ausblick aus der Besucherebene unterhalb der Spitze. Und zum Schluß das Highlight, das Weiße Haus. Seinen Standort hatte George Washington festgelegt, sein Nachfolger John Adams zog als erster Bewohner ein. Zumindest von außen kann man sich jederzeit einen Eindruck machen und das obligatorische Erinnerungsfoto schießen. Der Besuch der Räume ist nur mit einer Genehmigung möglich, die man weit im Vorfeld einreichen muß.
Eigentlich muß man die National Mall und ihre Monumente zweimal besuchen – einmal am Tag für Fotos, Führungen etc. und einmal bei Nacht. Illuminiert wirken besonders das Lincoln Memorial und das Jefferson Memorial noch eindrucksvoller.