Tulsa – die „alte Stadt“ am Arkansas River

Keeper Of The Plains Statue and Bridge In Wichita KansasDie zweitgrößte Stadt in Oklahoma hat ihren Namen aus der Sprache der Muskogee-Indianer /Tulsy bedeutet „alte Stadt“), doch so alt ist Tulsa eigentlich nicht. In den 1890er Jahren kam der erste Aufschwung mit dem Viehhandel, der große Boom kam aber mit der Entdeckung von Ölvorkommen im Jahr 1901. In den 20er Jahren war aus Tulsey Town die Ölhauptstadt der Welt geworden – eine nicht unerhebliche Anzahl beeindruckender Bauwerke im Art Deco-Stil legen noch heute davon Zeugnis ab. Zu den Highlights gehören sicher die Eingangshalle des Philcade Building und die Fassade des heute als Theater genutzten Riverside Studio, aber auch die Eleventh Street Arkansas River Bridge.

Die Oral Roberts University lohnt einen Besuch. Der Campus ist interessant dank der futuristischen Architektur der einzelnen Gebäude – ganz abgesehen von der riesigen Bronzeskulptur der betenden Hände am Eingang.

Tulsa hat auch einige der besten Museen der Vereinigten Staaten zu bieten. Das Philbrook Museum beherbergt nicht nur eine äußerst faszinierende Kunstsammlung, auch der wildromantisch angelegte Park ist einen Besuch wert.

Einem der größten Singer/Songwriter hat man hier ein ganzes Museum gewidmet: Woody Guthrie. Sein stark politisch geprägter Einfluß auf die Entwicklung der Folkmusik und damit auch auf bei uns weitaus bekanntere Künstler wie Bob Dylan wird anhand hunderter Briefe, Noten, Fotografien etc. dokumentiert.

Tulsa bietet einige wunderschöne grüne Oasen, so den Woodward Park. Hier ist das Tulsa Garden Center angegliedert, ein wahres Paradies für Gartenfreunde. Eine ganz tolle Einrichtung ist der Linnaeus Teaching Garden, in dem nicht nur Kinder und Jugendliche viel über die Natur erfahren – die essbaren Landschaften und der duftende Kräutergarten sind einfach etwas besonderes!
Natur und Architektur verbinden sich im Historic District Swan Lake. Die rührige Bevölkerung startet immer wieder Events, so z. B. an Halloween oder im November „Lights on Swan Lake“. Apropos Feste – die Festivals der verschiedenen ethnischen Gruppen im Spätsommer / Herbst sind einen Abstecher wert. Sei des das drittgrößte Oktoberfest der USA , das Intertribal Indian Club PowWow oder das Festival Viva Mexico.

Nur sieben Meilen von Downtown entfernt liegt ein Fleckchen Natur, das einem das Gefühl gibt weit weg von jeder Zivilisation zu sein: die Turkey Mountain Urban Wilderness, bestens geeignet zum Biken, Reiten oder einfach nur zum Spazierengehen. Zum Fahrradfahren oder Joggen laden auch die River Banks entlang dem
Arkansas River ein. Die Stadt hat sich für den Ausbau der kilometerlangen Wege mächtig ins Zeug gelegt – mit Erfolg.

Oklahoma City

Oklahoma State Capitol Building

Oklahoma State Capitol Building

Mitten in US-Bundesstaat Oklahoma, dem „Staat des Roten Mannes“ liegt dessen pulsierende Metropole Oklahoma City. Historische Bausubstanz, der größte Viehmarkt der Welt sowie ein bewegendes Memorial für die Opfer des Terroranschlags im Jahr 1995 sind die Highlights der liebevoll OKC genannten Stadt.

Auch in Oklahoma City kommt man am Thema Wild West nicht vorbei – doch das National Cowboy and Western Museum ist vielleicht das Beste seiner Art. Die eindrucksvollen Exponate zu den Ureinwohnern, den ersten weißen Siedlern und sowie Besonderheiten wie Rodeo lassen die Zeit wie im Flug vergehen. Und nicht nur die kleinen Besucher werden von der Westernstadt Prosperty Junction begeistert sein.

Beeindruckend ist ein Besuch in Stockyard City, dem weltgrößten Viehmarkt, der seit 1910 in Betrieb ist. Tausende Stück Vieh werden hier täglich gehandelt – die Auktionen stehen Besuchern offen. Auf Laufstegen kann man über die Rinder hinwegspazieren, wenn einen der strenge Geruch nicht stört. Rund um Stockyard hat man gute Möglichkeiten Westernbekleidung zu kaufen.

Eine sanfte Brise kann man sich bei einer romantischen Fahrt mit dem Water-Taxi auf dem Bricktown Canal um die Nase wehen lassen. Die knapp einstündige Fahrt führt durch das historische Bricktown Viertel, benannt nach seinen nur wenige Stockwerke hohen, dunkelroten Backsteinhäusern. Hat man wieder festen Boden unter den Füßen geht es auf zu einem gemütlichen Bummel, bei dem man sich schon mal ein Restaurant für den Abend aussuchen kann. Eine kleine Pause sollte man in der tollen Atmosphäre des Tapwerks Ale House einlegen – eine unglaubliche Auswahl an gezapften Bieren erwartet den durstigen Touristen. Ganz in der Nähe von Bricktown befindet sich übrigens das einzigartige Banjo-Museum.

Viel Action und für Familien ein beliebtes Anlaufziel ist der Frontier City Theme Park mit Fahrgeschäften aller Art, Konzerten und Shows. Für ein paar ruhige Stunden mit Spaziergängen oder einer kleinen Bootsfahrt empfiehlt sich der Hefner Lake & Park. Man kann auch Bootstouren auf dem Oklahoma River unternehmen – am Tag just for fun und zum Fotografieren der Skyline, am Abend eingebettet in ein Motto.

Man darf Oklahoma aber nicht verlassen ohne vorher ein Foto der imposanten Sky Dance Bridge geknipst zu haben. Die gewaltige Konstruktion ist das abstrakte Abbild des Staatsvogels, des Scherenschwanz-Königstyrann. Und man MUSS eine Gedenkminute am Oklahoma City National Memorial einlegen, diesem stillen Ort des Erinnerns an die 168 Opfer des bis dato schwersten Terroranschlags in der amerikanischen Geschichte.