Montana

MT-Glacier National Park

MT-Glacier National Park

Der viertgrößte Bundesstaat der USA gehört zu den Mountain States, die von den Rocky Mountains durchzogen werden. Der Staat ist reich an Naturschönheiten und Bodenschätzen, zählt aber nur eine knappe Million Einwohner.

Im Norden Montanas befindet sich der Glacier National Park und seine überbordende Natur. Glasklare Seen und duftende Blumenwiesen liegen zu Füßen der gezackten Bergkämme der nördlichen Rocky Mountains. Man kann den Park zu Fuß, zu Pferd oder mit dem Fahrrad erkunden – was man sich nicht entgehen lassen sollte ist eine Fahrt auf der „Going-to-the-Sun-Road“.

Ein kleiner Teil des Yellowstone National Park, den sich Montana mit den Staaten Wyoming und Idaho teilt, liegt ganz im Süden. Weltberühmt sind seine Geysire und die beachtliche Population an Wildtieren wie Bison, Grizzly und Wolf.

Die Hauptstadt Helena bietet neben historischen Gebäuden wie dem Original Governor´s Mansion und dem Montana State Capitol auch das äußerst informative Montana´s Museum. Ein unvergessliches Erlebnis ist sicher eine Bootstour zu den „Gates of the Mountains“ – sehen Sie was die Entdecker Lewis und Clark 1805 beeindruckte. Am Fuß der Rocky Mountains, in Deer Lodge, steht die Grant-Kohrs Ranch. Seit mehr als 150 Jahren wird hier „open range“ Rinderzucht betrieben. Ein Besuch bietet einen interessanten Einblick in das tägliche Geschäft einer Rinderfarm – die Geburt kleiner Kälbchen, das Einfangen der Tiere zum Weiterztansport oder das Branding der Jungtiere. Echte Cowboys erzählen von ihrer Arbeit aber auch vom Leben vergangener Tage.

In Great Falls informiert das Lewis & Clark Historic Trail Interpretive Center über diese beiden wagemutigen Entdecker. Vielleicht hat man nach dem Besuch des Museums ja Lust auf ihren Spuren zu wandeln. Nördlich der Stadt liegt das Upper Missouri River Breaks National Monument, ein Naturschutzgebiet mit einer ruhigen aber beeindruckenden Landschaft. Eine Kanuwanderung führt an der Landmarke Citadel Rock vorbei und ist eine angenehme Art das Gebiet zu erkunden.

Man darf Montana nicht verlassen ohne das Little Bighorn Battlefield besichtigt zu haben. Eine beeindruckende Gedenkstätte mit einer ehrlichen Aufarbeitung der Ereignisse – nicht zuletzt da die Parkranger meist indianische Wurzeln haben. Ein Abstecher lohnt in diesem Zusammenhang auch das Big Horn County Historical Museum in Hardin.

Wyoming – unendliche Weiten und raue Berge

Scenic view of Grand Teton with old wooden farm and treeWyoming ist einer der größten Bundesstaaten Amerikas, doch er hat gerade einmal knapp 500.000 Einwohner. Der Staat ist geprägt von der Natur – im Westen die Rocky Mountains und im Osten die Prärie der Great Plains. Naturliebhaber und Wild-West-Fans sollten Wyoming auf ihrer Reiseroute einplanen.

Ein Muss ist ein Besuch des Yellowstone Nationalparks. Er wurde 1872 gegründet und ist der älteste Nationalpark der Welt. Weltberühmt sind seine Geysire, doch er ist auch Heimat für Grizzlies, Wölfe, Elche und Bisons. Im weiter südlich gelegenen Grand Teton Nationalpark kommen Wanderer und Bergsteiger auf ihre Kosten. Die großartige Berglandschaft mit 3000 m hohen Gipfeln und 300 km Wanderwege erwarten den Besucher.
Östlich des Yellowstone Nationalparks liegt die kleine Stadt Cody, die von dem legendären Buffalo Bill gegründet wurde. Im Sommer finden vor dem Hotel Irma (unbedingt die Saloon-Bar ansehen!) Gunfight-Shows statt.

Der Big Horn Canyon ist ein gebührenpflichtiges Erholungsgebiet an der Grenze zu Montana. Eine Wanderung durch den Canyon bietet reizvolle Fotomotive. Historische Ranches und alte Siedlerfriedhöfe erinnern an das entbehrungsreiche Leben der ersten Siedler. Daneben gibt es Siedlungsspuren und heilige Plätze der Crow-Indianer zu entdecken.

Das Devil´s Tower National Monument in der Nähe von Sundance war und ist ein heiliger Ort vieler Prärie-Indianer, die den Berg als Wohnsitz des Grizzlybären ansehen. Die Freikletterer sind daher nicht sehr willkommen, geduldet sind Wanderungen auf dem Rundweg um den Devil´s Tower.

Durch das Thunder Basin Natural Grassland geht es zu den Black Hills, einer Gegend die sich seit der Zeit der großen Namen des Wilden Westens nicht verändert hat. Der Black Hill Scenic Byway führt durch diese wunderschöne Gegend, durch die schon General Custer, Calamity Jane, Butch Cassidy und Sundance Kid ihre Wege nahmen. In Sundance lohnt sich ein kurzer Stop für das Crook County Museum. Upton, das sich selbst als „Best Town on Earth“ bezeichnet ist stolz auf seine Old Town.

Cheyenne, die Hauptstadt Wyomings, bietet im Southeast Wyoming Welcome Center ein Minimuseum und ganz viel Information. Ein großer Spass ist ein Besuch des Frontier Days Rodeo im Juli – im Cheyenne Frontier Days Old West Museum erfährt man viel zur Entstehung dieser Veranstaltung, daneben beherbergt das Museum eine der umfangreichsten Planwagensammlungen. Auf der Terry Bison Ranch kommt man diesen wuchtigen Tieren ganz nah – über 2000 Exemplare leben auf der Ranch. Ein Ausritt auf dem Outlaw Trail wie einst Butch Cassidy & Sundance Kid – welcher Westernfan träumt nicht davon. Auf dem Weg nach Vedauwoo kommt man am Ames Monument vorbei, einer Granitpyramide zum Gedenken an die Pioniere des Eisenbahnbaus. Vedauwoo selbst sind uralte Felsformationen in einer herrlichen Landschaft, die viele Wildtiere wie Koyoten, Pumas, Truthähne und Erdhörnchen bewohnen.
Also, Wanderschuhe, Fernglas und Kamera eingepackt und auf nach Wyoming – der „Cowboy State“ wartet.