Savannah – eine echte „Southern Beauty“

Oak Trees in Savannah

Oak Trees in Savannah

Am nordöstlichen Eckchen von Georgia (USA) liegt Savannah – mit der (wahrscheinlich) schönsten Altstadt aller amerikanischen Städte. Dem britischen General James Oglethorpe haben wir dieses einzigartige Stadtbild mit 22 bezaubernden Squares zu verdanken.
Eine angenehme Art den Besichtigungstag zu beginnen ist ein Spaziergang durch den Forsyth Park, dessen Zentrum ein imposanter Springbrunnen bildet. Im Frühjahr, zur Azaleenblüte, ist der Park ein besonderer Genuß.

Über die Bull Street und vorbei an fünf schönen Squares geht es weiter zum Savannah River. Der Name Square ist ein wenig irreführend, denn die meisten Squares sind eher kleine Parks. Sehr schön ist der Monterey Square mit dem Monument für Baron Pulaski und dem benachbarten Mercer Williams House oder der Chippewa Square, weltberühmt durch den Film „Forrest Gump“ (die Bank auf der Forrest auf seinem Leben erzählt steht heute im Savannah History Museum).

Am Fluss selbst bietet sich ein Bummel durch Factors Row an. Wo einst die Kontore der Baumwollfabrikanten und die Baumwollbörse ihren Platz hatten, befinden sich heute nette Geschäfte, Bars und Restaurants. Riverfront erreicht man über eine eiserne Stiege – und schon ist man in einer der am meist besuchtesten Gegenden Savannahs. Auch wenn alles auf die Touristenströme abgestellt ist, die Häuser und das Ambiente lohnen einen Besuch. Vergessen Sie nicht einen Fotostop am Waving Girl einzulegen. Wer sich gerne trieben lässt und bei einem Kaffee den Passanten zusehen möchte bevor es zum Souvenirkauf geht, der sollte einen Abstecher zum City Market einplanen.

Wildromantisch, aber auch wenig spooky präsentiert sich der Bonaventure Cemetery. Das üppige Grün der mit „Spanish Moss“ bewachsenen Bäume und die berührenden Grabmonumente geben diesem Friedhof eine ganz außergewöhnliche, verzauberte Atmosphäre.

Ebenso pittoresk präsentiert sich die Wormsloe Plantation auf der Isle of Hope. Allein schon die imposante Zufahrt durch die Eichenallee lohnt die Fahrt hierher. Das kleine Museum und ein Spaziergang entlang der Ruinen bis zu den Sumpfgebieten machen den Besuch perfekt. Nur ein Stückchen weiter kann man eine der malerischsten Strassen entlangfahren, dem Bluff Drive. Auf der einen Seite stehen hinter niedrigen weißen Zäunchen wunderschöne Antebellum-Häuser, auf der anderen Seite öffnet sich der Blick auf den Skidaway River.

Nach den vielen Besichtigungen darf man sich in Tybee einen entspannten Tag am Meer gönnen. Sonnenanbeter und Surfer lassen es sich gut gehen – und kleine Burgenbauer finden hier den allerbesten Sand! Wem der Sinn nicht nach Nichtstun am Strand steht, der kann das Pier und den Tybee Leuchtturm erkunden. Und wer noch nicht genug vom Sightseeing hat kann auf Cockspur Island das historische Fort Pulaski besuchen, das in den Sezessionskriegen der Küstenverteidigung Savannahs diente. Und am Ende des Tages genießt man den Sonnenuntergang bei einem leckeren Mint Julep – und will nie wieder weg aus diesem paradiesischen Fleckchen im Süden.