Comic Con – Comic Land USA

USA - das Land der Comic Con´s

Amerika – das Land der Comic Con´s

Wer kennt sie nicht, die Superhelden aus den diversen Comic-Heftchen. Einst belächelt, ist die Comic-Industrie mittlerweile ein boomender Geschäftszweig mit Filmen, Merchandising, Tauschbörsen und Conventions. Letztere sind zu einer wahren Pilgerstätte geworden und ihrem Bann kann man sich nur schwer entziehen.

Die Convention schlechthin ist die San Diego Comic-Con. Im sonnigen Südkalifornien treffen sich seit 1970 Comic-Enthusiasten. Anfangs zählte man nur um die 300 Besucher, die sich zum Tausch und Austausch trafen. Doch Jahr für Jahr stieg das Interesse und heute tummeln sich über 150.000 Fans im und um das San Diego Convention Center, welches längst zu klein geworden ist. Mehrere Hotels und andere Gebäude in San Diego Downtown sind in die Convention integriert worden. Präsentationen, prominente Gäste aus Film und Fernsehen und natürlich die Fans machen einen Besuch der ComicCon zu einem unglaublichen Erlebnis – falls man sich rechtzeitig um ein Ticket bemüht hat.

Als „kleine Schwester“ der San Diego ComicCon gilt die WonderCon, die in San Francisco gegründet wurde, dann nach Anaheim umzog und ab 2016 in Los Angeles, Kalifornien stattfindet. Anfangs lag der Schwerpunkt auf dem Verkauf von Comics und Actionfiguren. Dann entdeckte die Filmindustrie diese für Werbezwecke einmalige Plattform und so werden die neuesten Trailer comicbasierter Filme hier erstmals der Öffentlichkeit präsentiert. Ein weiteres Highlight ist die Artists Alley, in der die Comic-Book-Zeichner ihre Werke verkaufen und Unterschriften geben oder so manche kleine Skizze anfertigen. Am Ende der Convention steht die sehenswerte „WonderCon-Mascerade“, eine spektakuläre Kostümprämierung.

In Seattle, Washington erfreut sich die Emerald City ComiCon einer jährlich wachsenden Beliebtheit. Neben einer Tauschbörse bietet die auf das Washington State Convention and Trade Center sowie Teile des benachbarten Sheraton Seattle Hotels aufgeteilte Messe diverse Podiumsdiskussionen, Autogrammstunden bekannter Film- und Fernsehstars aus den einschlägigen Filmen und Serien, Kostümwettbewerbe und eine eigene Abteilung mit Spielen.

Wo, wenn nicht im Big Apple, dem Vorbild von Metropolis und Gotham, trifft man sich seit 2006 im Jacob K. Javits Convention Center zur NY Comic Con. Comics, Graphic Novels, Anime, Manga, Videospiele, Filme und Serien erwarten die Fans. Die NYCC ist eine trubelige Veranstaltung für alle – vom Kinderschminken über Kostümwettbewerbe bis zum Zeichenwettbewerb ist alles dabei – abgerundet durch den Auftritt verschiedener Leinwandhelden.

Im Jahr 2016 findet in Las Vegas, Nevada zum 50ten Mal die wohl bekannteste SciFi-Convention der Welt statt: die Official Star Trek Convention. Das Rio Suites Hotel wird für fünf Tage von Mitgliedern der Enterprise, Voyager und Deep Space Nine, Vulkaniern, Klingonen etc übernommen. Die Hauptdarsteller der Serien feiern gerne mit ihren Fans, stellen sich Pressekonferenzen oder geben Autogramme. Sollten Sie im August in der Nähe sein, lassen Sie sich assimilieren – es wird ein galaktischer Spass!

 

Sweet Home Alabama

Historic Southern house with Greek revival architectureDer liebevoll Sweet Home genannte Bundesstaat Alabama steckt voller Geschichte, Lebenfreude und reizenden Städt(ch)en. Gerade der kleine Küstenabschnitt am Golf von Mexiko hat einiges zu bieten. Die Hafenstadt Mobile am gleichnamigen Bay ist ein lohnenedes Ziel – nicht nur für Architekturfreunde. Viel alte Bausubstanz in einer Fülle von Baustilen ist erhalten geblieben – eine Seltenheit im einstigen Gebiet des Bürgerkriegs. Das vielleicht schönste Haus der Stadt ist Bragg Mitchell Mansion, das würdevoll inmitten eines parkähnlichen Gartens voller knorziger Eichen steht. Eine Unterkunft die auch einer Südstaatenschönheit wie Scarlett O’ Hara gefallen hätte, ist das Kate Shepard House, dessen Zimmer einen altmodischen Charme verbreiten. Auch wenn das schwülwarme Wetter das Leben in Mobile normalerweise verlangsamt – am Mardi Gras ist davon nichts zu spüren! Allen die nicht live dabei sein können empfiehlt sich ein Museum im Mobile Carnival Museum.

Auf der anderen Seite der Mobile Bay liegt das quirlige Fairhope. Das bezaubernde French Quarter, die Point Clear Promenade oder der Gator Alley Boardwalk wollen gemütlich erkundet werden. Genießen Sie einen traumhaften Sonnenuntergang am Pier bevor es in eines der Restaurants geht, die für ihre Meeresfrüchte berühmt sind. Für Badeurlaub mit ganz viel Unterhaltung steht Orange Beach. Schneeweiße Strände, Bootstouren, Vergnügungseinrichtungen jeglicher Art, diverse Konzerte im Amphitheater in einer warmen Südstaatennacht und ausgezeichnetes Essen – hier lässt sich perfekt „chillen“.

Die Hauptstadt Montgomery entführt in ein dunkles Kapitel der neueren amerikanischen Geschichte. Im Jahr 1955 weigerte sich die Afroamerikanerin Rosa Parks ihren Sitzplatz im Büs für einen Weißen zu räumen – der Anfang der Bürgerrechtsbewegung. Bewegende Dokumente im Rosa Parks Museum beleuchten die Verhältnisse der damaligen Zeit. Auch Martin Luther King hat seine Spuren in Montgomery hinterlassen. In der Dexter Avenue King Baptist Church predigte er, bevor er zum charismatischen Führer avancierte. Während des Bürgerkriegs war Montgomery kurzzeitig die Hauptstadt der Konföderierten. Das Alabama State Capitol und Old Alabama Town, ein liebevoll aufgebautes Museumsdorf, erinnern an diese Epoche. Zerstreuung vom Sightseeing findet man in den Bars und Restaurants des Alley Entertainment District.

Im Norden Alabamas liegt Huntsville, the Rocket City. Die beschauliche Stadt mit den wunderschönen Antebellum-Häusern im Twickenham Historic District war der Ort, an dem die Amerikaner ihre Raketenforschung vorantrieben. Im US Space and Rocket Center kann man diverse Raketen, einen Nachbau des Space Shuttle, die Apollo 16 Kapsel, Rover, Raumanzüge uv.m. bestaunen.

Mississippi – unterschätztes Südstaatenjuwel

Rad-Dampfer im Mississippi vor New Orleans

Raddampfer im Mississippi vor New Orleans

Der Bundesstaat Mississippi im Südosten der USA mag auf den ersten Blick nicht das Reiseziel schlechthin sein. Weitreichende Wälder und große Anbauflächen für Mais, Reis, Soja und Baumwolle bestimmen die Landschaft des Magnolia State.

Doch wer die Klischees des „Alten Süden“ einmal hautnah erleben möchte, der ist in Mississippi genau richtig. Das schwülwarme Klima verlangsamt das Leben, man trifft sich auf den Front Porches zu einem kleinen Tratsch mit Nachbarn und Freunden oder in den lauschigen Gärten auf ein herzhaftes BBQ.

Auf einer Fahrt entlang des mächtigen Mississippi auf der Great River Road kommt man an wunderbaren Orten vorbei. Clarksdale ist zum Beispiel einen Stop wert, ein Mekka für Freunde der Blues-Musik. Informationen zu dieser emotionalen Musik gibt es im Delta Blues Museum im Historic Blues District, besser bekannt als Blues Alley. Und um die Musik live zu erleben kann man einen Besuch im Ground Zero Blues Club anschließen, der u.a. von dem bekannten Schauspieler Morgan Freeman betrieben wird. Clarksdale ist nicht nur der Geburtsort des Blues, sondern auch von Musikgrößen wie John Lee Hooker und Muddy Waters. Nicht zu vergessen ein Fotostop an der berühmten Kreuzung „Crossroads“, an der Gitarrist Robert Johnson seine Seele dem Teufel verkauft haben soll.

Weiter im Süden liegt Vicksburg, das für zwei Dinge bekannt ist. Zum einen war es der Austragungsort einer der wichtigsten Schlachten des amerikanischen Bürgerkriegs. Das weitläufige Schlachtfeld (Besichtigung erfolgt mit dem Auto), das Museum der U.S.S. Cairo und der Vicksburg National Cemetery bieten einen umfassenden Einblick in diese – für den Süden lange Zeit – traumatische Zeit. Zum anderen hat aus der kleinen Stadt am Mississippi ein Kultgetränk seinen weltweiten Siegeszug angetreten. Joseph Biedenharn füllte hier im Jahr 1894 die ersten Flaschen Coca-Cola ab. Ein kleines Museum voller Memorabilia erinnert an diesen Umstand.

Weiter geht es Richtung Süden nach Natchez, das mit über 500 Antebellum-Häusern die einstige Schönheit und den Reichtum des „Alten Südens“ bewahrt hat. Besucht man den Ort zur Natchez Pilgrimage (jeweils vier Wochen im Frühjahr und im Herbst), hat man die Möglichkeit auch im Privatbesitz befindliche Häuser zu besichtigen. Highlights sind sicher das heute als B&B genutzte Dunleiht mit seiner umlaufenden Süulenveranda, Magnolia Hall mit der an die Antike angelehnten Fassade, das achteckige Longwood House und das über dem Mississippi thronende Rosalie Mansion. In der Grand Village of the Natchez Indians bekommt man einen lehrreichen Einblick in das Leben und die Kultur der indianischen Ureinwohner dieser Region.

Wahre Elvis-Fans machen sich auf den Weg von Memphis nach Tupelo, dem Geburtsort des King of Rock´n´Roll, Elvis Presley. Das bescheidene Haus ist zu besichtigen, ein Museum ist angegliedert. Und wenn man schon mal vor Ort ist, kann man auch das Tupelo Automobile Museum besuchen.

Auch die Hauptstadt Jackson hat einiges zu bieten. Neben historischen Gebäuden wie dem State Capitol oder dem Governor´s Mansion bietet die Stadt auch einige interessante Museen. Für einen entspannten Spaziergang gibt es wohl keinen besseren Ort als die wunderschön angelegten Mynelle Gardens. Für ein noch intensiveres Naturerlebnis empfiehlt sich eine Fahrt zum Cypress Swamp Trail nahe Jackson. Auf erhöhten Pfählen führt ein Holzsteg durch das sumpfige Gelände – vorbei an Alligatoren, Schildkröten und allerlei Vogelarten. Besonders schön ist die Landschaft im Herbst, wenn die Bäume ihr farbenfrohes Blätterkleid tragen. Der Cypress Swamp lässt sich von Jackson aus über den Natchez Trace, einen ehemaligen Indianerpfad, erreichen. Dieser führt auf einer landschaftlich schön gelegenen Strecke bis nach Nashville, Tennesee – eine Route die sich lohnt, auch wenn man den Staat Mississippi nur zur Durchreise nutzt.

Daytona Beach

Daytona Beach Florida

Daytona Beach Florida

Das rund 80 km nordöstlich von Orlando gelegene Daytona Beach ist für zwei Dinge weltberühmt – seinen Strand und Motorsport. Es verwundert daher nicht, das man auf dem 37 km langen Sandstrand in gemässigtem Tempo mit dem Auto oder Motorrad „cruisen“ darf. Die 5 $ Gebühr sind gut investiert, denn dieses Erlebnis sucht seinesgleichen. Bei gutem Wetter tummeln sich am Strand natürlich auch Surfer, Kite-Surfer und Sonnenhungrige. Am Daytona Pier and Boardwalk sorgen Verkaufsstände, eine Achterbahn und andere Fahrgeschäfte für Unterhaltung.

Das legendäre Autorennen Daytona 500 fand in seinen Anfängen auf einem Oval am Strand statt. Anfang der 60er Jahre zog die Veranstaltung um in den neugebauten Daytona International Speedway, mittlerweile Austragungsort nicht nur des berühmten NASCAR-Sprintrennens, sondern auch der 24-Stunden von Daytona und des Daytona 200, einer Rennveranstaltung für Superbikes. Und wer statt nur zuzusehen selbst auf den Racetrack möchte – kein Problem: als Beifahrer eines erfahrenen NASCAR-Piloten geht es raus auf den Asphalt.

Daneben ist die Stadt mehrmals im Jahr beliebter Treffpunkt für Biker. Anfang März findet mit der Bike Week eines der bedeutensten Harley Davidson Treffen statt. Shows, Rennen, Konzerte und viele andere Events – die Woche lässt sich mit allem füllen, was das Bikerherz begehrt. Im Oktober trifft man sich beim 4-tägigen Biketoberfest, einen Gelegenheit die sich Jahr für Jahr mehr als 100.000 Biker nicht entgehen lassen. Autofans kommen im März und am Thanksgiving-Wochenende beim Daytona Turkey Run auf ihre Kosten – die größte Autoshow und Tauschbörse der USA. Wer auf amerikanische Oldtimer steht, ist hier genau richtig. Und wer statt nur zuzusehen selbst auf den Racetrack möchte – kein Problem: als Beifahrer eines erfahrenen NASCAR-Piloten geht es raus auf den Asphalt. Sightseeing und Liebe zum Auto kann man bei einem gemütlichen Ausflug über den Ormond Scenic Loop and Trail vereinen.

Die nur knappe 30 Meilen lange Route führt einen durch die unterschiedlichsten Landschaften: Alleen mit der typischen Virgina-Eiche, Creeks und Wasserläufe, aber auch Strand und Dünen am Atlantik. Mit einem gut gefüllten Picknickkorb der ideale Tagesausflug! Keine Autostunde von Daytona entfernt liegt ein kleines Naturjuwel Floridas, der Blue Spring State Park. Gerade in den kühleren Monaten tummeln sich im kristallklaren Wasser der Quelle gerne Seekühe. Daneben kann hier man Kanufahren, Schnorcheln oder Höhlentauchen. Auch der DeLeon Springs State Park ist einen Besuch wert. Man kann schwimmen, angeln, spazierengehen, mit dem Kanu fahren oder sich einer interessanten Bootstour anschließen. Auf jeden Fall sollte man die Zeit finden eine Pause bei den berühmten Pancakes des Old Spanish Sugar Mill Griddle House einzulegen.

Reisenden mit Mietwagen sei ein MIetwagen mit Navi empfohlen. Günstiger als teure eingebaute Navigation durch die USA nutzen immer mehr Touristen die mitgeführten Smartphones, iPhones und iPads zur Navigation inklusive Telefonie nach Europa und WhatsApp-Verbindung zu Freunden und Familie. Da Roaming unverändert sehr teuer ist, gibt es amerikanische SIM-Karten mit Prepaid-Tarifen auch für Urlauber.

Amerika entdecken – auf etwas anderen Wegen

voiture vintageSo vielfältig das Land, so vielfältig sind auch die Reisemöglichkeiten. Hier nur einige Anregungen wie man das Land der unbegrenzten Möglichkeiten für sich ganz individuell entdecken kann.

Bewegt man sich abseits der großen Städte und plant auch Übernachtungen in den großen Naturparks wie Yosemite oder Yellowstone, ist ein Camper sicherlich die beste Wahl. In den eigenen – geliehenen – vier Wänden kann man sich auch freier bewegen, da man keine Reservierungen einhalten muss. Auf den meisten Campingplätzen gilt allerdings „first come, first serve“, was in der Hauptsaison besonders zu beachten ist, da die Stellplatzkontingente schnell vergeben sind.

Wer Lust auf eine echtes Highway-Abenteuer hat und in seiner Reiseplanung ein wenig flexibel ist, der kann als Begleiter auf einem echten Truck mitfahren. Der Frachtauftrag bestimmt wo es hingeht und mit einem Trucker als Fahrer, der dieses Geschäft schon jahrelang betreibt, wird es bestimmt nicht langweilig. Man schläft mit an Bord des Trucks und nimmt seine Mahlzeiten in den diversen Truckstops entlang der Reiseroute ein.

Wer seinen Roadtrip zu einem besonderen Erlebnis machen möchte, sollte in einem Oldtimer die traumhaften Küstenstrassen Kaliforniens oder auch die Route 66 unsicher machen. Während vor einigen Jahren der Verleih von Classic Cars noch im Dornröschenschlaf lag finden sich heute immer mehr Anbieter – das Angebot reicht von mehrstündigen Ausflügen auf landschaftlich reizvollen Strassen bis zu durchgeplanten Reisen durch die ganzen USA. Entschließt man sich spontan zu einem Nostalgie-Trip, kann man auch das Prinzip „kaufen – fahren-verkaufen“ anwenden.

Gemütlich zurücklehnen und sanft durch die verschiedensten Landschaften gleiten – Bahnfans sind in Amerika in ihrem Paradies angekommen. Amtrak bietet verschiedenste Routen durch dieses vielfältige und riesige Land. So gibt es Züge entlang der Küsten, die die wichtigsten Metropolen miteinander verbinden – so der Coast Starlight an der Westküste zwischen Seattle und Los Angeles oder als Pendant dazu der Silver Service an der Ostküste, zwischen Boston und Miami. Daneben gibt es natürlich auch Verbindungen quer durch das Land. Man muss nur Zeit mitbringen, denn während man mit dem Flugzeug nur wenige Stunden braucht, kann sich einen Zugfahrt durchaus über mehrere Tage erstrecken.

Daneben gibt es noch kleine Teilstrecken, die meist noch auf die ersten Tage der Eisenbahn zurückgehen und durch landschaftlich und geschichtlich interessante Gebiet führen. So z. B. hoch im Norden die White Pass & Yukon Route, die während des Goldrausches am Klondike entstand. Oder die Narrow Gauge Railroad in Colorado. Man sollte schwindelfrei sein wenn man sich hier auf die Fahrt mit der Dampflokomotive einlässt, schmiegen sich die Geleise doch an steil abfallende Feldwände. Oder wie wäre es mit einer Zugfahrt mit Übernachtung zum Grand Canyon?

Sehr beliebt bei Touristen aus aller Welt sind die Motorradreisen durch die USA – Easy Rider Feeling inklusive. Mittlerweile gibt es zahlreiche Anbieter, deren Angebot nahezu alle Facetten abdeckt. Ob Seattle, Las Vegas oder die Keys, ob auf der Route 66 oder im Wilden Westen, ob rund um den Yellowstone National Park oder durch die BBQ und Bluegrass-Staaten Kentucky und Tennessee – mit einem erfahrenen Guide oder alleine – ein solcher Roadtrip ist eine der schönsten Erlebnisse im Leben.

Um unterwegs mobil zu navigieren, kann man sich die mit 10-15 $ pro Tag vom Autovermieter sehr teuer vermieteten Navis mit US-Karte sparen und einfach das eigene Smartphone mit einer amerikanischen Prepaid-SIM-Karte nutzen. Gleichzeitig spart man sich teure Telefongebühren und hat eine Flatrate nach Europa dabei auf Wunsch (hier USA SIM-Karten).

Gute Fahrt…

Washington D.C. – eine amerikanische Stadt mit vielen Facetten

Lincoln Memorial statue of Abraham Lincoln

Lincoln Memorial statue of Abraham Lincoln

Beim Wort Washington D.C. denkt wohl jeder zuerst an Capitol, Weißes Haus und Pentagon. Doch Washington ist viel mehr als das politische Herz Amerikas – es ist eine charmante Stadt und ein mehr als lohnendes Reiseziel.

Herzstück der Stadt ist die National Mall zwischen Capitol und Washington Monument. Am Rand der weitläufigen Parkanlage liegen die berühmten Museen Smithonian, National Air and Space Museum und die National Gallery of Art mit ihren beeindruckenden Fassaden. Am Besten von der Spitze des Washington Monument öffnet sich der Blick auf die zwei wichtigsten politischen Gebäude der USA: das Capitol und das Weiße Haus. Im weiterführenden Park hinter dem 169 m hohen Denkmal für den ersten Präsidenten der Vereinigten Staaten befinden sich zahlreiche Memorials.

Am bekanntesten ist sicher das gewaltige Lincoln Memorial, das über dem Reflecting Pool thront. Doch auch dem Gründervater George Mason, den Präsidenten Thomas Jefferson und Franklin D. Roosevelt sowie dem Bürgerrechtler Martin Luther King wurden an den Ufern des Tidal Basin Ehrendenkmäler errichtet. Eine Tretboottour auf dem Tidal Basin eröffnet einem wunderschöne Perspektiven, gerade wenn im Frühjahr hunderte von Kirschbäumen in prachtvoller Blüte stehen.

Rund um die Verbindungsstrasse zwischen Weißem Haus und Capitol – der Pennsylvania Avenue – befindet sich Old Downtown. Hier finden sich neben Geschäften, Bars und gehobenen Wohnhäusern auch sehens- und fotografierwerte Häuser älteren Datums. Mit seiner roten Fassade sticht zum Beispiel das Gebäude an der Ecke zur 7th heraus. Pompös auch die Old Post Office an der Pennsylvania Avenue mit dem markanten Uhrturm. Es ist das dritthöchste Gebäude in Washington und man hat einen tollen Ausblick über die Stadt, in der es dank einer Verordnung von 1910 keine Wolkenkratzer gibt. Historisch bedeutsam ist das Ford`s Theater, in der Abraham Lincoln erschossen wurde, aber auch das Haus gegenüber, in dem er letztendlich verstarb. Einfach nur zum Entspannen oder für eine Pause lohnt ein Abstecher nach China Town, das man am Besten durch den imposanten „Friendship Archway“ betritt.

Das älteste Stadtviertel Washingtons ist Georgetown, das sich am Ufer des Potomac befindet. Die das Bild des Viertels prägenden eleganten Stadthäuser sind zum größten Teil denkmalgeschützt.

Zu den Highlights zählt das 1765 errichtete Old Stone House sowie die liebevoll restaurierte Markthalle. Und bei schönem Wetter sollte man eine Fahrt auf dem Chesapeake and Ohio Canal unternehmen – während man an alten Schleusen und zauberhaften Landschaften vorbeischippert wird die Vergangenheit lebendig.

Florida Reise – Eascoast or Westcoast ?

ST. PETERSBURG, FLORIDA , USA

ST. PETERSBURG, FLORIDA , USA

Fällt der Name Florida denkt man wohl zuerst an die berühmten Städte der Ostküste. Zum einen natürlich Orlando, das nicht zuletzt durch diverse Themenparks zu einer der meistbesuchtesten Städte des Sunshine States avancierte. Zumindest einen der berühmten Parks – sei es Magic Kingdom, Universal Resort oder Sea World – sollte man bei einem Trip nach Orlando einplanen. Etwas ruhiger, aber reich an Nervenkitzel ist ein Besuch im bereits 1949 eröffneten Gatorland. Hier bekommt man einen Eindruck von den berühmten Sümpfen und trifft auf deren natürliche Bewohner – Alligatoren. Neben diversen Shows können die ganz Wagemutigen Trainer für einen Tag werden oder gut gesichert bei einem Zip-Line-Ride über die Raubtierbecken hinwegschweben.
Neben Orlando ist der zweite Hotspot an der Ostküste Miami, Ausgangspunkt für Kreuzfahrten aber auch Startpunkt für eine unvergessliche Fahrt über die Keys. Über türkis-schimmerndes Wasser führt die atemberaubende Route nach Key West, vorbei an grünen Inseln mit Traumstränden. Diesen Roadtrip müssen Sie sich gönnen!! Bei einem Besuch Miamis lohnt sich ein Abstecher nach Little Havanna. Und zum Relaxen laden Miami Beach oder die Strände des benachbarten Hollywood ein.
Auch Floridas Westküste ist eine Reise wert. Benachbart am Golf von Mexiko liegen Clearwater, Tampa und St. Petersburg. Sonnenanbeter werden Clearwater lieben. Die Stadt hält nicht nur den Rekord für die meisten Sonnentage im Jahr, hier befinden sich auch wunderschöne Strände an denen man diese Tage genießen kann.
Im nahegelegenen Tampa kommen die Freunde des Nachtlebens auf ihre Kosten – die Stadt wird als eine der besten Partystädte der USA gelistet. Natürlich ist auch für Unterhaltung am Tage gesorgt… neben dem bekannten Wasserpark Adventure Island ist der Freizeitpark Busch Gardens einen Besuch wert. Der Park steht unter dem Motto Afrika und bietet in aufwendig angelegten Arealen 300 Tierarten ein Refugium. Daneben gibt es diverse Fahrgeschäfte wie Achterbahnen und Wasserrrutschen. Von Tampa aus lässt sich einer der ältesten Freizeitparks der USA gut erreichen: seit 1946 ziehen die Meerjungfrauen von Weeki Wachee die kleinen und großen Besucher in ihren Bann.
Und schließlich St.Petersburg, die mit ihrem Dali-Museum ein Ziel für zahlreiche Kunstbegeisterte ist. In einem spektakulären Gebäude wird die größte Sammlung an Werken dieses genialen Künstlers außerhalb Europas präsentiert. Auch die Westküste hat ihre Keys, die im Fort de Soto Park zusammengefasst sind. Die fünf vorgelagerten Inseln bieten einige Traumstrände für entspannte Stunden am Strand.

Neuengland – sechs kleine Perlen im Norden der USA

Herbst in Vermont

Herbst in Vermont

Ein Besuch in Neuengland ist ein Streifzug sowohl durch die Geschichte Amerikas als auch durch einige der schönsten Landschaften, die die Vereinigten Staaten zu bieten haben. Das Gebiet der Staaten Connecticut, Maine, Massachusetts, New Hampshire, Rhode Island und Vermont wird gemeinhin als Neuengland bezeichnet – hier landeten die ersten Pilgerväter mit der Mayflower.

Nach 150 Jahren als britische Kolonien führten Proteste wie die berühmte Boston Tea Party zum Bruch mit der Krone – man befindet sich also auf geschichtsträchtigem Terrain.
Natürlich sollte man in Massachusetts das lebendige Boston besuchen, berühmt durch sein Symphonyorchester und seine Elite-Universitäten Havard und das M.I.T.. Auf dem Freedom Trail kommt man an den wichtigen Stätten der Unabhängigkeitsbewegung vorbei, das Viertel Back Bay mit seinen viktorianischen Häusern erinnert an das englische Erbe. Vom wunderschönen Hafen lassen sich Bootsfahrten zu den bekannten Inseln Cape Cod und Martha´s Vineyard unternehmen. In der näheren Umgebung Bostons liegt auch der für seine Hexenprozesse bekannte Ort Salem.
Trotz seiner geringen Größe bietet Rhode Island eine Fülle an Zielen: die herrschaftlichen Anwesen in Newport, die sich an einem schönen Tag auch vom Cliff Walk bei einem ausgedehnten Spaziergang am Atlantik bewundern lassen. Legen Sie auf der Reise eine Pause in einem der pittoresken Städtchen wie Wickford ein. Oder machen Sie die unvergessliche Erfahrung einer Whalewatching-Tour.
Connecticut eignet sich perfekt für einen Badeurlaub: schöne Strände mit allem was dazu gehört. Und am Abend kann man sich in einem der kleinen Küstenstädtchen das vielleicht leckerste Seafood der USA schmecken lassen. Connecticut ist berühmt für seine Weine und einige Weingüter laden zur Besichtigung und Weinprobe ein.

Vermont ist ein Eldorado für Wanderer und im Indian Summer ist die Landschaft atemberaubend schön. Entdecken Sie einen der über 100 überdachten Brücken, ein charmantes Relikt aus vergangenen Tagen. Leckermäulchen kommen in Vermont besonders auf ihre Kosten, ist der Staat doch berühmt für Ahornsirup, Eiscreme und Käse.
New Hampshire wird besonders die Naturliebhaber begeistern: mehrere hundert Seen, die White Mountains und die Great North Woods warten darauf erkundet zu werden. Das bezaubernde Portsmouth bietet einen wunderschöne historische Innenstadt und einen sehenswerten Hafen.
In Maine muss man schlemmen, denn Maine ist der Lobster State. Fahren Sie auf der Park Loop Road um das Mount Desert Island oder starten Sie einen Leuchtturm-Bootstour und genießen Sie die Küste des größten Neuengland-Staates.

New York – Ein Ausflug nach Ellis Island und zur Statue of Liberty

Ellis Island and New York City, USA

Ellis Island und New York City, USA

USA-Urlaubern sei während Ihrer Amerika-Reise in New York auch unbekanntere Ecken und Highlights der Stadt empfohlen.
Ob man zum ersten Mal in New York zu Gast ist oder die Stadt schon mehrmals besucht hat – eine Hafenrundfahrt und/oder eine Überfahrt zur Freiheitsstatue und nach Ellis Island sind immer wieder ein wunderbares Erlebnis. Früher hießen die Inseln Oyster Island, benannt nach den reichen Austernbänken.
Ausgehend vom Battery Park nimmt man zunächst die Fähre zu Liberty Island. Schon vom Pier hat man nicht einen tollen Blick auf die Statue of Liberty. Bei der Überfahrt kommt dann noch die beeindruckende Ansicht auf Lower Manhattan und dessen weltberühmte Skyline hinzu.
Auf Liberty Island angelangt kann man sich entweder von einem Ranger durch den Park führen lassen oder man spaziert einfach gemütlich um Lady Liberty herum und genießt das schöne Ambiente der gepflegten Anlage und den Ausblick. Im Sommer lässt sich dieser Ausflug übrigens wunderbar mit einem Picknick verbinden.
Weiter geht es nach Ellis Island, einst das Tor zu einem neuen Leben für fast 12 Millionen Immigranten. Das 1990 eröffnete Museum führt einem das entbehrungsreiche Leben der Einwanderer anschaulich vor Augen. Unbedingt sollte man der „American Immigrant Wall of Honour“ einen Besuch abstatten.
Viel frische Luft und Laufen machen hungrig. Am Battery Park selbst stehen einem zahlreiche Snackbars oder Restaurants zur Auswahl. Wer seine Sightseeingtour auch beim Essen weiterführen möchte, dem sei das Fraunces Tavern ans Herz gelegt. Seit 1762 werden hier Gäste umsorgt – George Washington feierte hier mit seinen Offizieren seine Pensionierung.