Charleston – South Carolina USA

Charleston -  South Carolina

Charleston – South Carolina

Bereits 1670 gründeten die Briten die nach ihrem König Charles II. benannte Stadt im Süden South Carolinas. Zu Beginn war die Stadt dank ihrem Hafen eine wichtiger Knotenpunkt für den Skalvenhandel. Drayton Hall ist ein Zeugnis dieser Zeit. Das Anwesen stammt aus dem Jahr 1738 und ist somit eine der ältesten Plantagen im Süden. Ein Besuch des aus roten Ziegeln gebauten Herrenhauses ist ein Schritt zurück in die Zeit, denn es gibt keinen Strom. Auf dem Grundstück kann man schön spazierengehen und den African-American Cemetery besuchen.

Das Aiken-Rhett House ist ein hervorragendes Beispiel eines Antebellum -Hauses. Das Interieur ist noch so wie es Gov. William Aiken in den 1850er Jahren eingerichtet hatte – von den Tapeten über die Möbel bis zu den Lampen. Zu dem Anwesen gehören auch die ehemaligen Sklavenunterkünfte, Ställe und die Küche – so gewinnt man einen allumfassenden Eindruck eines Südstaatenhauses.

Beeindruckendes Interieur in Form einer hölzernen Wendeltreppe findet man im liebevoll renovierten Nathaniel Russell House. Auch der Garten ist einen Abstecher wert.
Auf dem nicht weit entfernten Old City Market kauften einst die Sklaven die Lebensmittel für die Plantagen ein. Heute ist der Markt ein Touristenhotspot, aber einen Bummel ist er allemal wert. Statten Sie den Basket Ladies und ihren wunderbaren Produkten einen Besuch ab.
In der pittoresken Rainbow Row war einst der Handel zu Hause. In den kleinen Reihenhäusern waren im Erdgeschoß die Läden untergebracht und im Obergeschoß wohnte der Betreiber.
Auf der Landspitze am Zusammenfluß von Cooper River und Ashley River liegt Battery Park. Eine ansehnliche Anzahl an wunderschönen Antebellum-Südstaatenhäusern hat sich hier – mit Blick über den Charleston Harbor – erhalten. Bei einem Spaziergang vom Waterfront Park mit seinem als Fotomotiv beliebten und bekannten Ananas-Brunnen nach White Point Gardens kann man nicht nur die Schönheit der üppigen Pflanzenwelt genießen, im White Point Gardens befinden sich auch allerhand Relikte aus der Zeit des Bürgerkrieges.

Charleston spielte auch in Kriegszeiten eine wichtige Rolle. Wie ein Schutzschild liegt Sullivan´s Island vor dem Hafen von Charleston und kann auf eine lange militärische Geschichte zurückblicken – Fort Moultrie ist die steinerne Hinterlassenschaft aus den Zeiten des Unabhängigkeitskrieges. Hier war übrigens Edgar Allan Poe stationiert und fand die Inspiration zu seiner Erzählung „Der Goldkäfer“. Sullivan´s Island eignet sich auch für entspannte Stunden am Strand oder einen gemütlichen Bummel durch die netten kleinen Geschäfte.

Mir der Fähre erreichbar ist Fort Sumter, durch dessen Beschuß im Jahr 1861 die Kampfhandlungen des Amerikanischen Bürgerkriegs begannen. Das kleine, aber informative Museum rollt die Ereignisse nochmals auf. Die Kanonen und Befestigungsmauern sowie die Erklärungen der Ranger machen aus einem Besuch ein anschuliches Stück amerikanischer Geschichte.

Montana

MT-Glacier National Park

MT-Glacier National Park

Der viertgrößte Bundesstaat der USA gehört zu den Mountain States, die von den Rocky Mountains durchzogen werden. Der Staat ist reich an Naturschönheiten und Bodenschätzen, zählt aber nur eine knappe Million Einwohner.

Im Norden Montanas befindet sich der Glacier National Park und seine überbordende Natur. Glasklare Seen und duftende Blumenwiesen liegen zu Füßen der gezackten Bergkämme der nördlichen Rocky Mountains. Man kann den Park zu Fuß, zu Pferd oder mit dem Fahrrad erkunden – was man sich nicht entgehen lassen sollte ist eine Fahrt auf der „Going-to-the-Sun-Road“.

Ein kleiner Teil des Yellowstone National Park, den sich Montana mit den Staaten Wyoming und Idaho teilt, liegt ganz im Süden. Weltberühmt sind seine Geysire und die beachtliche Population an Wildtieren wie Bison, Grizzly und Wolf.

Die Hauptstadt Helena bietet neben historischen Gebäuden wie dem Original Governor´s Mansion und dem Montana State Capitol auch das äußerst informative Montana´s Museum. Ein unvergessliches Erlebnis ist sicher eine Bootstour zu den „Gates of the Mountains“ – sehen Sie was die Entdecker Lewis und Clark 1805 beeindruckte. Am Fuß der Rocky Mountains, in Deer Lodge, steht die Grant-Kohrs Ranch. Seit mehr als 150 Jahren wird hier „open range“ Rinderzucht betrieben. Ein Besuch bietet einen interessanten Einblick in das tägliche Geschäft einer Rinderfarm – die Geburt kleiner Kälbchen, das Einfangen der Tiere zum Weiterztansport oder das Branding der Jungtiere. Echte Cowboys erzählen von ihrer Arbeit aber auch vom Leben vergangener Tage.

In Great Falls informiert das Lewis & Clark Historic Trail Interpretive Center über diese beiden wagemutigen Entdecker. Vielleicht hat man nach dem Besuch des Museums ja Lust auf ihren Spuren zu wandeln. Nördlich der Stadt liegt das Upper Missouri River Breaks National Monument, ein Naturschutzgebiet mit einer ruhigen aber beeindruckenden Landschaft. Eine Kanuwanderung führt an der Landmarke Citadel Rock vorbei und ist eine angenehme Art das Gebiet zu erkunden.

Man darf Montana nicht verlassen ohne das Little Bighorn Battlefield besichtigt zu haben. Eine beeindruckende Gedenkstätte mit einer ehrlichen Aufarbeitung der Ereignisse – nicht zuletzt da die Parkranger meist indianische Wurzeln haben. Ein Abstecher lohnt in diesem Zusammenhang auch das Big Horn County Historical Museum in Hardin.

Savannah – eine echte „Southern Beauty“

Oak Trees in Savannah

Oak Trees in Savannah

Am nordöstlichen Eckchen von Georgia (USA) liegt Savannah – mit der (wahrscheinlich) schönsten Altstadt aller amerikanischen Städte. Dem britischen General James Oglethorpe haben wir dieses einzigartige Stadtbild mit 22 bezaubernden Squares zu verdanken.
Eine angenehme Art den Besichtigungstag zu beginnen ist ein Spaziergang durch den Forsyth Park, dessen Zentrum ein imposanter Springbrunnen bildet. Im Frühjahr, zur Azaleenblüte, ist der Park ein besonderer Genuß.

Über die Bull Street und vorbei an fünf schönen Squares geht es weiter zum Savannah River. Der Name Square ist ein wenig irreführend, denn die meisten Squares sind eher kleine Parks. Sehr schön ist der Monterey Square mit dem Monument für Baron Pulaski und dem benachbarten Mercer Williams House oder der Chippewa Square, weltberühmt durch den Film „Forrest Gump“ (die Bank auf der Forrest auf seinem Leben erzählt steht heute im Savannah History Museum).

Am Fluss selbst bietet sich ein Bummel durch Factors Row an. Wo einst die Kontore der Baumwollfabrikanten und die Baumwollbörse ihren Platz hatten, befinden sich heute nette Geschäfte, Bars und Restaurants. Riverfront erreicht man über eine eiserne Stiege – und schon ist man in einer der am meist besuchtesten Gegenden Savannahs. Auch wenn alles auf die Touristenströme abgestellt ist, die Häuser und das Ambiente lohnen einen Besuch. Vergessen Sie nicht einen Fotostop am Waving Girl einzulegen. Wer sich gerne trieben lässt und bei einem Kaffee den Passanten zusehen möchte bevor es zum Souvenirkauf geht, der sollte einen Abstecher zum City Market einplanen.

Wildromantisch, aber auch wenig spooky präsentiert sich der Bonaventure Cemetery. Das üppige Grün der mit „Spanish Moss“ bewachsenen Bäume und die berührenden Grabmonumente geben diesem Friedhof eine ganz außergewöhnliche, verzauberte Atmosphäre.

Ebenso pittoresk präsentiert sich die Wormsloe Plantation auf der Isle of Hope. Allein schon die imposante Zufahrt durch die Eichenallee lohnt die Fahrt hierher. Das kleine Museum und ein Spaziergang entlang der Ruinen bis zu den Sumpfgebieten machen den Besuch perfekt. Nur ein Stückchen weiter kann man eine der malerischsten Strassen entlangfahren, dem Bluff Drive. Auf der einen Seite stehen hinter niedrigen weißen Zäunchen wunderschöne Antebellum-Häuser, auf der anderen Seite öffnet sich der Blick auf den Skidaway River.

Nach den vielen Besichtigungen darf man sich in Tybee einen entspannten Tag am Meer gönnen. Sonnenanbeter und Surfer lassen es sich gut gehen – und kleine Burgenbauer finden hier den allerbesten Sand! Wem der Sinn nicht nach Nichtstun am Strand steht, der kann das Pier und den Tybee Leuchtturm erkunden. Und wer noch nicht genug vom Sightseeing hat kann auf Cockspur Island das historische Fort Pulaski besuchen, das in den Sezessionskriegen der Küstenverteidigung Savannahs diente. Und am Ende des Tages genießt man den Sonnenuntergang bei einem leckeren Mint Julep – und will nie wieder weg aus diesem paradiesischen Fleckchen im Süden.

Tulsa – die „alte Stadt“ am Arkansas River

Keeper Of The Plains Statue and Bridge In Wichita KansasDie zweitgrößte Stadt in Oklahoma hat ihren Namen aus der Sprache der Muskogee-Indianer /Tulsy bedeutet „alte Stadt“), doch so alt ist Tulsa eigentlich nicht. In den 1890er Jahren kam der erste Aufschwung mit dem Viehhandel, der große Boom kam aber mit der Entdeckung von Ölvorkommen im Jahr 1901. In den 20er Jahren war aus Tulsey Town die Ölhauptstadt der Welt geworden – eine nicht unerhebliche Anzahl beeindruckender Bauwerke im Art Deco-Stil legen noch heute davon Zeugnis ab. Zu den Highlights gehören sicher die Eingangshalle des Philcade Building und die Fassade des heute als Theater genutzten Riverside Studio, aber auch die Eleventh Street Arkansas River Bridge.

Die Oral Roberts University lohnt einen Besuch. Der Campus ist interessant dank der futuristischen Architektur der einzelnen Gebäude – ganz abgesehen von der riesigen Bronzeskulptur der betenden Hände am Eingang.

Tulsa hat auch einige der besten Museen der Vereinigten Staaten zu bieten. Das Philbrook Museum beherbergt nicht nur eine äußerst faszinierende Kunstsammlung, auch der wildromantisch angelegte Park ist einen Besuch wert.

Einem der größten Singer/Songwriter hat man hier ein ganzes Museum gewidmet: Woody Guthrie. Sein stark politisch geprägter Einfluß auf die Entwicklung der Folkmusik und damit auch auf bei uns weitaus bekanntere Künstler wie Bob Dylan wird anhand hunderter Briefe, Noten, Fotografien etc. dokumentiert.

Tulsa bietet einige wunderschöne grüne Oasen, so den Woodward Park. Hier ist das Tulsa Garden Center angegliedert, ein wahres Paradies für Gartenfreunde. Eine ganz tolle Einrichtung ist der Linnaeus Teaching Garden, in dem nicht nur Kinder und Jugendliche viel über die Natur erfahren – die essbaren Landschaften und der duftende Kräutergarten sind einfach etwas besonderes!
Natur und Architektur verbinden sich im Historic District Swan Lake. Die rührige Bevölkerung startet immer wieder Events, so z. B. an Halloween oder im November „Lights on Swan Lake“. Apropos Feste – die Festivals der verschiedenen ethnischen Gruppen im Spätsommer / Herbst sind einen Abstecher wert. Sei des das drittgrößte Oktoberfest der USA , das Intertribal Indian Club PowWow oder das Festival Viva Mexico.

Nur sieben Meilen von Downtown entfernt liegt ein Fleckchen Natur, das einem das Gefühl gibt weit weg von jeder Zivilisation zu sein: die Turkey Mountain Urban Wilderness, bestens geeignet zum Biken, Reiten oder einfach nur zum Spazierengehen. Zum Fahrradfahren oder Joggen laden auch die River Banks entlang dem
Arkansas River ein. Die Stadt hat sich für den Ausbau der kilometerlangen Wege mächtig ins Zeug gelegt – mit Erfolg.

Route 66 – unterwegs auf der Mutter aller Strassen von Illinois nach Kansas

Route 66 – unterwegs auf der Mutter aller Strassen

Route 66 – unterwegs auf der Mutter aller Strassen

Route 66, das ist ein Synonym für Freiheit – und ein Traumziel vieler Amerika-Touristen. Beginnend in Chicago, Illinois schlängelt sie sich durch sieben US-Bundesstaaten bis nach Kalifornien. Entlang der Route findet man immer wieder Relikte aus der Blütezeit dieser Strasse – allesamt sind sie einen Fotostopp und teilweise auch einen kleinen Umweg wert, denn den ursprünglichen Verlauf kann man nicht mehr ohne Unterbrechungen abfahren.

In Illinois gibt es zahlreiche liebevoll restaurierte Tankstellen zu sehen, so in Dwight, Odell, aber auch in Williamsville und Mt. Olive. Von der Vic Suhling´s Gas for Less ist leider nur das Schild an der Strasse übrig. Zahlreiche kleinere und größere Museen und Austellungen finden sich vielen Orten. So das Route 66 Hall of Fame Museum in Pontiac oder Henry´s Rabbit Ranch, eine Institution in Staunton. Kinder sind immer wieder von den riesigen Werbefiguren begeistert, den sogenannten Muffler Men. In Willmington warb der Gemini Giant für Drive-In Restaurant, am Ortseingang von Atlanta grüßt ein fast 6 m hoher Bunyon Man mit Hotdog in der Hand. Die dritte Figur steht in der Hauptstadt Springfield, der Lauterbach Tire Man. Übrigens lohnt es sich auf der Fahrt in Funks Grove nahe Bloomington einen Stopp für den weltbesten Ahornsirup einzulegen.

Über die Chain of Rocks Bridge und den Mississippi geht es weiter nach Missouri. In nahezu jedem Ort findet man (verlassene) Motels und Restaurants, die einst die Reisenden beherbergten. Ein interessantes Stück der Route 66 befindet sich bei dem Ort Hooker. Hier am Devils Elbow wurde die Strasse durch den Fels gesprengt – ein prima Fotomotiv. Für eine Stärkung sollte man im Elbow Inn Bar and BBQ Pit einkehren. In Lebanon verkauft eine Sodafabrik Route 66 Soda und Bier – einen nette Idee für ein Souvenir. Im Örtchen Paris Springs befindet sich eine Institution, die Gay Parita Sinclair Station. Keiner weiss soviel über die Route 66 wie Betreiber Gary Turner. Sicher kann er auch etwas über die älteste, bereits 1915 eingerichtet Tankstelle in Carthage erzählen.<pY
Kansas wird von der Route 66 nur auf einem kurzen Stück beehrt, doch es gibt Einiges zu sehen. In Galena müssen alle Fans des Animationsfilms Cars einen Stop einlegen. Vor der restaurierten Tankstelle Four Women on the Route steht ein schon in die Jahre gekommener Harvester L-170 Truck – das Vorbild für den knuffigen Abschleppwagen Hook! In Riverton kann man sich mit Souvenirs im kleinen aber feinen Eisler Brothers Old Riverton Store eindecken – und mit Reiseproviant. Hier soll es prima Sandwiches geben. Über die unscheinbare, aber wichtige Rainbow Curve Bridge geht es weiter nach Baxter Springs, wo sich eine verlassene DX Tankstelle sowie eine heute als Tourist Center fungierende Philipps 66 Tankstelle befinden. Noch einen Pause im Cafe on the Route und weiter geht es nach Oklahoma.

Milwaukee – mehr als Bier und Baseball

Milwaukee skyline, Wisconsin, USA

Milwaukee skyline, Wisconsin, USA

Am Ufer des Lake Michigan liegt Milwaukee, die größte Stadt im Badger-State Wisconsin. Die amerikanische Stadt ist weltberühmt für Baseball und Bier. Europäer können dem amerikanischen Nationalsport vermutlich weniger abgewinnen als einem leckeren Bierchen – eine Brauereibesichtigung ist fast ein Muss. Die weltbekannte Miller Brewing Company steht für ca. einstündige Touren offen und ist äußerst interessant. Aber auch die kleineren Brauereien, so z. B. die Lakefront Brewery, sind einen Besuch wert schon allein wegen der herzlichen Art des Personals. Ein schönes trinkbares Souvenir kann man nach reichlich Verkostung in der Great Lakes Distillery erwerben. Hier werden kleine, feine Brände nach europäischer Tradition hergestellt – haben Sie schon mal Grappa aus Wisconsin probiert? Zu welchem Wohlstand man es als Brauereibesitzer bringen kann wird einem im Papst Mansion vor Augen geführt. Das imposante Haus der Bierbarons Frederick Papst ist im zeitgenössischen Stil möbliert und eingerichtet.

Einen liebevoll arrangierten Blick in die Vergangenheit bietet das Chudnow Museum of Yesteryear, eine feine Privatsammlung von Americana aus den 1920er Jahren.

Dem amerikanischsten aller Motorräder huldigt das Harley Davidson Museum. Hunderte Bikes, darunter auch das allererste Modell und zahlreiche Sondermodelle, sowie ein Einblick in die Geschichte und das Firmenarchiv lassen wohl so manches Fanherz höher schlagen – der angegliederte Shop hält sicher so manches Souvenir bereit.

Zum Luftholen und für eine stärkende Pause geht es nach Historic Third Ward, einem lebendigen Viertel mit zahlreichen Geschäften, Cafes und Restaurants. Als Abstecher der USA Reise lohnt der Milwaukee Public Market, in dem lokale Produkte vertrieben werden. Bei schönem Wetter macht ein Bummel auf dem Riverwalk besonders viel Spaß. Zahlreiche Cafes mit Außenbestuhlung laden zum Verweilen ein, während man dem Verkehr auf dem Milwaukee River zusieht.

Ein schöner Ausflug am Wasser, am Besten mit dem Fahrrad, führt vom Lakefront Trail bis zum North Point Lighthouse. Einen Abstecher lohnt die schöne Villa Terrace mit ihrem wunderbaren Garten. Man kann den Ausflug schon am Bradford Beach enden lassen, einem am Rand der Innenstadt gelegenen, gepflegten Strand – man kann aber auch weiter bis zum North Point Lighthouse, der idyllisch in einem Park am Lake Michigan liegt. Bei einem Spaziergang entlang der alten Häuser hat man über die grünen Baumwipfel einen schönen Ausblick auf die Skyline von Milwaukee.

Oklahoma City

Oklahoma State Capitol Building

Oklahoma State Capitol Building

Mitten in US-Bundesstaat Oklahoma, dem „Staat des Roten Mannes“ liegt dessen pulsierende Metropole Oklahoma City. Historische Bausubstanz, der größte Viehmarkt der Welt sowie ein bewegendes Memorial für die Opfer des Terroranschlags im Jahr 1995 sind die Highlights der liebevoll OKC genannten Stadt.

Auch in Oklahoma City kommt man am Thema Wild West nicht vorbei – doch das National Cowboy and Western Museum ist vielleicht das Beste seiner Art. Die eindrucksvollen Exponate zu den Ureinwohnern, den ersten weißen Siedlern und sowie Besonderheiten wie Rodeo lassen die Zeit wie im Flug vergehen. Und nicht nur die kleinen Besucher werden von der Westernstadt Prosperty Junction begeistert sein.

Beeindruckend ist ein Besuch in Stockyard City, dem weltgrößten Viehmarkt, der seit 1910 in Betrieb ist. Tausende Stück Vieh werden hier täglich gehandelt – die Auktionen stehen Besuchern offen. Auf Laufstegen kann man über die Rinder hinwegspazieren, wenn einen der strenge Geruch nicht stört. Rund um Stockyard hat man gute Möglichkeiten Westernbekleidung zu kaufen.

Eine sanfte Brise kann man sich bei einer romantischen Fahrt mit dem Water-Taxi auf dem Bricktown Canal um die Nase wehen lassen. Die knapp einstündige Fahrt führt durch das historische Bricktown Viertel, benannt nach seinen nur wenige Stockwerke hohen, dunkelroten Backsteinhäusern. Hat man wieder festen Boden unter den Füßen geht es auf zu einem gemütlichen Bummel, bei dem man sich schon mal ein Restaurant für den Abend aussuchen kann. Eine kleine Pause sollte man in der tollen Atmosphäre des Tapwerks Ale House einlegen – eine unglaubliche Auswahl an gezapften Bieren erwartet den durstigen Touristen. Ganz in der Nähe von Bricktown befindet sich übrigens das einzigartige Banjo-Museum.

Viel Action und für Familien ein beliebtes Anlaufziel ist der Frontier City Theme Park mit Fahrgeschäften aller Art, Konzerten und Shows. Für ein paar ruhige Stunden mit Spaziergängen oder einer kleinen Bootsfahrt empfiehlt sich der Hefner Lake & Park. Man kann auch Bootstouren auf dem Oklahoma River unternehmen – am Tag just for fun und zum Fotografieren der Skyline, am Abend eingebettet in ein Motto.

Man darf Oklahoma aber nicht verlassen ohne vorher ein Foto der imposanten Sky Dance Bridge geknipst zu haben. Die gewaltige Konstruktion ist das abstrakte Abbild des Staatsvogels, des Scherenschwanz-Königstyrann. Und man MUSS eine Gedenkminute am Oklahoma City National Memorial einlegen, diesem stillen Ort des Erinnerns an die 168 Opfer des bis dato schwersten Terroranschlags in der amerikanischen Geschichte.

Omaha – entspannte Tage am Missouri-River

Omaha downtown

Omaha downtown

Im Osten des von Landwirtschaft geprägten US-Bundesstaates Nebraska liegt Omaha. Die größte Stadt im „Cornhusker State“ erlangte im 19. Jhd. Berühmtheit durch die Wild West Shows des legendären Buffalo Bill …. und Besucher werden auch heute in der Stadt bestens unterhalten.

Old Market ist ein schönes altes und bei Touristen äußerst beliebtes Viertel. Bei einem gemütlichen Bummel über die mit Kopfsteinen gepflasterten Strassen gibt es Boutiquen, nette Geschäfte, Cafes und Restaurants zu entdecken.

In der ehemaligen Union Station befindet sich das sehenswerte Durham Museum. Schon allein das Gebäude und riesige Schalterhalle im Art-Deco-Stil begeistern. Es gibt unzählige architektonische Details zu entdecken. Doch auch die Ausstellungen zum Thema Reise und zur Geschichte der Region sind einen Besuch wert.

Wer sich für Architektur interessiert muss einen Abstecher zum Christian Specht Building machen. Es ist eines der letzten Gebäude mit einer gegossenen Eisenfassade – ein sehr eindrucksvolles Fotomotiv. Im Gold Coast District befindet sich Joslyn Castel, eine zu Stein gewordene Demonstration der wohlhabenden Bauherren (der Name Gold Coast kommt nicht von ungefähr!).
Am Missouri hat man mehr als eine Möglichkeit sich mit der Natur zu befassen. Mit Kindern kann man den Henry Doorly Zoo besuchen, der einen äußerst guten Ruf hat. Pflanzenfreunden wird der weiter nördlich liegende Lauritzen Gardens gefallen. Eine Anlage mit bezaubernden Wasserspielen und beeindruckenden Monumenten ist der Heartland of America Park. Zudem hat man einen schönen Blick auf die Skyline von Omaha. Auf der nahen Bob Kerrey Pedestrian Bridge geht es hinüber nach Iowa. Auf dieser Brücke kann man mit einem Bein in Nebraska und mit einem in Iowa zu stehen – ein gern genommenes Fotomotiv! Weiter stadteinwärts muss man die bewegenden Bronzen der Siedler, Planwagen und Rinder im First National´s Spirit of Nebraska´s Wilderness und Pioneer Courage Park knipsen.

Ein bewegender Ort ist Boys Town. Der aus Irland stammende Father Edward Flannigan gründete diese Zuflucht für Strassenjungs und hatte enormen Zulauf. Was er mit seinen – für die damalige Zeit – bahnbrechenden Ideen und seinem unerschütterlichen Glauben aufgebaut hat ist bemerkenswert. Sogar Holywood widmete dem Beschützer der Kinder einen oscarprämierten Film.

Kansas – ein zauberhafter amerikanischer Bundesstaat

welcome to dodge city - kansas

welcome to dodge city – kansas

Mitten in Amerika liegt der Sunflower State Kansas, benannt nach dem Stamm der Kansa, der „Menschen des Südwinds“. Eine Fahrt durch Kansas ist ein Erlebnis – flaches Land mit Prärie und Weizenfeldern bis zum Horizont.

Die berühmteste Stadt in Kansas ist vermutlich Dodge City, die sich vom Militärposten zum Umschlagplatz für Rinder mauserte. Das Leben und Wirken berühmter Revolverhelden wie Wyatt Earp und Doc Holliday ist eng mit Dodge City verbunden, kein Wunder also dass man ihnen im Gunfighter`s Wax Museum begegnet. Mehr Geschichte aus dem Wilden Westen gibt es im Boot Hill Museum, in der Innenstadt kann man den Dodge City Trail of Fame ablaufen. Verewigt ist hier auch Matt Dillon, Marshal der beliebten Westernserie „Rauchende Colts“, die der Bekanntheit der Stadt einen erheblichen Schub gab.

Nahe Hutchinson befindet sich Nordamericas einziges Salzmuseum tief unterhalb der Erdoberfläche – eine beeindruckende Tour durch Kälte und Dunkelheit.
Auch in Topeka kommt man an der Geschichte nicht vorbei. Das Kansas Museum of History befasst sich liebevoll mit der Vergangenheit. Ebenso ist die Gouverneursvilla Cedar Crest einen Besuch wert. Das Haus ist wunderschön möbliert und bietet die Möglichkeit zu einem angenehmen Spaziergang.

Witchita erweist sich als ausgesprochen herzliche Stadt durch die noch der Geist des Wilden Westens weht. Im Cowtown Museum wird Geschichte lebendig – Büffeljäger, Cowboys, Schmiede und Farmer gehen ihren Tätigkeiten nach und lassen uns an ihrem Leben teilhaben. Ein Museum der etwas anderen Art, in dem sich Dinosaurierskelette neben asiatischen Göttern finden, ist das Museum of World Treasures. Ein großartiges Photomotiv ist die beeindruckende Statue „The Keeper of the Plains“, besonders wenn bei einbrechender Dunkelheit die Feuertöpfe zu ihren Füßen entzündet werden. Zur Stärkung kann man sich eine Pizza im allerersten Pizza Hut holen – oder im Nu Way Cafe einen leckeren „loose-meat“ Burger und ein hausgemachtes Rootbeer genießen.

Streichen Sie Kansas nicht aus Ihrer Reiseroute und entdecken Sie die Heimat von Dorothy aus dem Zauberer von Oz!

Wyoming – unendliche Weiten und raue Berge

Scenic view of Grand Teton with old wooden farm and treeWyoming ist einer der größten Bundesstaaten Amerikas, doch er hat gerade einmal knapp 500.000 Einwohner. Der Staat ist geprägt von der Natur – im Westen die Rocky Mountains und im Osten die Prärie der Great Plains. Naturliebhaber und Wild-West-Fans sollten Wyoming auf ihrer Reiseroute einplanen.

Ein Muss ist ein Besuch des Yellowstone Nationalparks. Er wurde 1872 gegründet und ist der älteste Nationalpark der Welt. Weltberühmt sind seine Geysire, doch er ist auch Heimat für Grizzlies, Wölfe, Elche und Bisons. Im weiter südlich gelegenen Grand Teton Nationalpark kommen Wanderer und Bergsteiger auf ihre Kosten. Die großartige Berglandschaft mit 3000 m hohen Gipfeln und 300 km Wanderwege erwarten den Besucher.
Östlich des Yellowstone Nationalparks liegt die kleine Stadt Cody, die von dem legendären Buffalo Bill gegründet wurde. Im Sommer finden vor dem Hotel Irma (unbedingt die Saloon-Bar ansehen!) Gunfight-Shows statt.

Der Big Horn Canyon ist ein gebührenpflichtiges Erholungsgebiet an der Grenze zu Montana. Eine Wanderung durch den Canyon bietet reizvolle Fotomotive. Historische Ranches und alte Siedlerfriedhöfe erinnern an das entbehrungsreiche Leben der ersten Siedler. Daneben gibt es Siedlungsspuren und heilige Plätze der Crow-Indianer zu entdecken.

Das Devil´s Tower National Monument in der Nähe von Sundance war und ist ein heiliger Ort vieler Prärie-Indianer, die den Berg als Wohnsitz des Grizzlybären ansehen. Die Freikletterer sind daher nicht sehr willkommen, geduldet sind Wanderungen auf dem Rundweg um den Devil´s Tower.

Durch das Thunder Basin Natural Grassland geht es zu den Black Hills, einer Gegend die sich seit der Zeit der großen Namen des Wilden Westens nicht verändert hat. Der Black Hill Scenic Byway führt durch diese wunderschöne Gegend, durch die schon General Custer, Calamity Jane, Butch Cassidy und Sundance Kid ihre Wege nahmen. In Sundance lohnt sich ein kurzer Stop für das Crook County Museum. Upton, das sich selbst als „Best Town on Earth“ bezeichnet ist stolz auf seine Old Town.

Cheyenne, die Hauptstadt Wyomings, bietet im Southeast Wyoming Welcome Center ein Minimuseum und ganz viel Information. Ein großer Spass ist ein Besuch des Frontier Days Rodeo im Juli – im Cheyenne Frontier Days Old West Museum erfährt man viel zur Entstehung dieser Veranstaltung, daneben beherbergt das Museum eine der umfangreichsten Planwagensammlungen. Auf der Terry Bison Ranch kommt man diesen wuchtigen Tieren ganz nah – über 2000 Exemplare leben auf der Ranch. Ein Ausritt auf dem Outlaw Trail wie einst Butch Cassidy & Sundance Kid – welcher Westernfan träumt nicht davon. Auf dem Weg nach Vedauwoo kommt man am Ames Monument vorbei, einer Granitpyramide zum Gedenken an die Pioniere des Eisenbahnbaus. Vedauwoo selbst sind uralte Felsformationen in einer herrlichen Landschaft, die viele Wildtiere wie Koyoten, Pumas, Truthähne und Erdhörnchen bewohnen.
Also, Wanderschuhe, Fernglas und Kamera eingepackt und auf nach Wyoming – der „Cowboy State“ wartet.